Plastiktüten sind weder schön, noch umweltfreundlich. Und wie wunderbar ist es, wenn man sich mit seiner eigenen Nähmaschine so wunderschöne Tragetaschen selbst nähen kann. Da bringt das Einkaufen gleich doppelt so viel Spaß.
Gabriele von "Die kreativen Adern" hatte im letzten Jahr zu einer tollen Linkparty aufgerufen: Beutel statt Plastiktüten. Schaut mal bei Ihr vorbei, so viele tolle Einkaufshelfer. Da macht das Ausführen der Taschen ja schon Spaß. Braucht man gar nichts reinlegen.
Meist werden in den Läden , ohne Nachzudenken, selbst Kleinigkeiten, die man bequem in seinen eigenen Taschen verstauen kann, in Plastiktüten verpackt. Wie oft stand ich einer Verkäuferin gegenüber, die schon die Plastiktüte zückte, als ich noch das Portemonnaie suchte. " Ach, vielen Dank , ich brauche keine Tüte!" Und dann das entgeisterte Gesicht , das schon herausgezerrte Plastik wieder zu verstauen.
Ja ja, werden viele vielleicht denken, nur weil ich meist mit einem Stoffbüddel unterwegs bin, wird sich an den Plastikmüllbergen in unseren Ozeanen auch nichts ändern. Ich weiß, aber jede Bewegung fängt einmal klein an. Und bevor ich mich hier in politisch ökologischen Ausschweifungen verlieren, schreibe ich lieber noch kurz etwas zu dieser supertollen, einfach zu nähenden Wendetasche nach einem Schnittmuster von Pattydoo, welches Ihr euch hier herunterladen könnt.
Die Tasche gibt es als große Variante zum Einkaufen und auch als kleine Tasche für Kinder. Man kann sie mit den Stoffgriffen nähen, so wie ich es gemacht habe, oder aber diese auch durch Gurtbänder ersetzen. Wenn ihr für die Griffe aus dem gleichen Stoff ein nicht genügend langes Stück Webstoff im Fadenlauf habt, könnt ihr es auch stückeln. So habe ich es gemacht, da ich von diesem wunderbaren Tante Ema Stoff (mit dem blauen Retro Muster ) nur einen halben Meter hatte. In der Breite ist es meist unkritisch mit dem Zuschnitt, so dass ich einfach das Schnittmuster auf Höhe der Griffe gekappt habe und diese dann separat zugeschnitten habe. Dann habe ich sie rechts auf rechts an die jeweilige Beutelhälften wieder angefügt. Dadurch habe ich in Griffhöhe zwar jetzt eine Naht, die man aber kaum sieht, oder? Ihr könnt ja mal auf Suche gehen in den obigen Bildern.
Viel spannender finde ich bei solchen Nähprojekten ja immer, dass irgendwann die gesamte Tasche durcheinen Griff gewendet wird. Wie jetzt? der ganze Stoff soll durch diese kleine Öffnung. Und wie schaut es denn dann aus? Habe ich auch tatsächlich alle richtig herum angenäht. Irgendwann ist das ganze Gekrempel nur noch ein riesiges Knäuel Stoff, an dem herumgezerrt wird und auf einmal: "Plopp...." Ist die Tasche da und fast fertig. Unglaublich....
Also ich gehe jetzt erst einmal einkaufen. Aber nur soviel, wie in den Stoffbüddel passt. Oder soll ich gleich noch einen Zweiten nähen. Suchtpotential hat er ja....
Eure Kirsten
Schnitt: Wendetasche -Milly von pattydoo
Stoffe: Reste aus dem großen Stoffvorrat , die eine Hälfte gehört übrigens zu unseren Sofakissen
verlinkt bei Creadienstag, HoT und Dienstagsdinge








