Posts mit dem Label Schneidernmeistern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schneidernmeistern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 14. März 2018

Oh Adelheid......

Die heilige Adelheid von Villich lebte vor über 1.000 Jahren und war die erste Äbtissin der Benediktinerabtei Villich bei Bonn. Adelheid war eine Wohltäterin für die Armen und Notleidenden und konnte der Überlieferung nach Wunder bewirken. 
[Quelle: Wikipedia]

Liebe Adelheid, 

Du bist die Namensgeberin für diesen schlichten , eleganten Blusenschnitt. Hättest Du Dir das zu Deiner Zeit vorstellen können?





Nach eigener Aussage von Monika aka Schneidernmeistern  bist Du, liebe Adelheid,  ganz überraschend und spontan in Ihr Leben getreten. Und stell Dir vor, auch bei mir kamst Du unverhofft und sehr schnell in meinen Kopf und dann in meinen Kleiderschrank.  So geschehen Anfang Februar bei dem Nähwochenende in Lüneburg. Dein nach Dir benanntes Schnittmuster stand kurz vor der Veröffentlichung, und einige fleißige Probenäherinnen hatten schon wirklich wunderbare Exemplare von Dir gefertigt. Um in die große weite Welt der Näherinnen zu  ziehen, bedurfte es jedoch noch einiger Fotos. 



Sonja (bysoneken) und Anke (mojoanma) baten mich als Fotografin einzuspringen, was ich super gern gemacht habe. Hatte ich doch so genügend Gelegenheit, Dich, liebe Adelheid, von allen Seiten und in allen Details zu begutachten. Und wenn ich ehrlich bin, in dem Moment war es um mich schon geschehen. Dieser tiefe innere Wunsch, ich möchte auch eine Adelheid haben. Ich weiß nicht genau, ob Sonja mir diesen Wunsch von den Augen abgelesen hat, aber nachdem ich ihr erstes Probenähexemplar anprobieren durfte, sagte sie spontan: " Behalt Sie gern, ich mag die Farben an mir gar nicht !" Kurze gespielte Empörung: "Aber Nein, das kann ich doch nicht annehmen , die steht Dir doch auch !" verlief schnell im Sande und so zog die Adelheid viel schneller in meinen Kleiderschrank, als ich mir es je erhofft hätte.




Aber natürlich hatte ich von Dir auch eine eigenes Bild im Kopf, schlicht, unaufgeregt und ohne Dramatik. Sindy  vom Blog "Mein gewisses Etwas" hatte zwischenzeitlich genau solche Versionen von Dir gezeigt, die mein Herz noch höher schlagen ließen. Und so kamst Du eine zweites Mal in mein Leben. 


Genäht habe ich Dich aus grauem Viskoseleinen, ein wunderbar weich fallender, leicht stretchiger Stoff, der wie für Dich gemacht scheint.  Das Nähen hat richtig Spaß gemacht und war mir eine große Freude. Lange habe ich mir mit Dir Zeit gelassen, jeden einzelnen Schritt ausgekostet und Dich stets und ständig schön gebügelt, bevor der nächste Nähschritt anlag.



Leider hätte ich das auch mit deiner Nähanleitung machen sollen. Jeden Satz auf der Zunge und im Hirn zergehen lassen, als einfach darüber hinweg zu fliegen. Dann hätte ich auch gesehen, dass beim Zuschnitt an der hinteren Rückenpasse 2x2 cm Nahtzugabe erforderlich sind. Oh ja, Adelheid, das ist wichtig bei Dir, damit dieses kleine aber feine Detail des Rückenschlitzes, der Dich zu etwas Besonderem macht, gelingt.  So hast Du jetzt leider bei mir keinen Schlitz bekommen, da ich nur eine einfache Nahtzugabe beim Zuschnitt dazugegeben habe und daher zu wenig Stoff für den Umschlag hatte. 



Dafür habe ich Dir dann bei den Ärmeln ein wenig mehr Aufmerksamkeit geschenkt und ein kleines Detail hinzugefügt, dass so für Dich nicht vorgesehen war. Mit der schräg zulaufenden , leicht über Kreuz angenähten Manschette habe ich dann meinen Faux pas auf der Rückseite wieder ausgeglichen. Aber Du bist so wie Du jetzt bist perfekt für mich und begleitest mich tapfer durch meinen Alltag. Ich fühle mich wohl in Dir. 





Schnitt: Adelheid von Schneidernmeistern, genäht in Größe 42, der Schnitt wurde mir von Monika kostenlos zur Verfügung gestellt
Stoff: elastische Leinenviskose von Clarasstoffe
verlinkt bei RUMS

Montag, 9. Oktober 2017

Elsenherbst 2017 oder die fünfte Jahreszeit der Nähblogger?

Der September ist Elsenzeit. Mit ihrem bewährten Elsenschnittmuster hat Monika von Schneidernmeistern auch in diesem Jahr wieder zum "Elsenherbst" aufgerufen, einer Linkparty, in deren Mittelpunkt ihr bewährtes Schnittmuster "Else" steht. 

Im Vorfelde dieses Blogposts geisterte mir immer wieder der Begriff  der  "Fünften Jahreszeit" durch den Kopf. Wie ich darauf gekommen bin, weiß ich selbst nicht mehr genau. Es schien eine spontane Assoziation. Aber das Thema ließ mich nicht los. Und so musste ich einfach mal ein wenig recherchieren. 

Die fünfte Jahreszeit 

Als fünfte Jahreszeit wird ein mehrere Tage bis Wochen andauernder Zeitraum bezeichnet, in dem ein Ereignis stattfindet, das den Lebensrhythmus vieler Menschen so stark beeinflusst, wie es sonst nur der Wechsel der vier Jahreszeiten tut. ....

[Quelle: Wikipedia]



Ihr schmunzelt? Passt doch irgendwie zum Elsenherbst...... (und wer jetzt gerade an Karneval denkt, der sollte jetzt schnell umschwenken, pardon umdenken)





In diesem Jahr steht der Elsenherbst unter dem Motto #itsallaboutstripes . Streifen am besten in Szene gesetzt in einem schwarz weißen , monochromen Umfeld. 

Das ist für mich quasi ein Steilvorlage und ein gutes Argument,  wieder ein Streifenshirt zu nähen. Allerdings konnte ich mich in diesem Herbst nicht mit einem schwarz weißen Stoff anfreunden, sondern brauchte tatsächlich ein wenig Farbe um mich herum. 


Meine Wahl fiel hierbei auf den Bio Stretch Jersey in Offwhite/Chili von Lebenskleidung. Jersey war meine bewusste Wahl, da ich ein langärmeliges Shirt im Hinterkopf hatte, welches gut unter Cardigans oder Blazer passt. Aus diesem Grund habe ich auch auf die Kapuze verzichtet und den runden Halsausschnitt von innen mit einem anthrazitfarbenen Jerseybeleg versehen. Dies gab für mich eine optimale Weite am Ausschnitt. 




Die Else besticht mit ihrem lässigen aber formgebenden Schnitt. Und seit diesem Herbst gibt es sie statt mit gerade eingesetzten Ärmeln auch in einer Raglanvariante.  Ausgewogene Linien, schmale Schultern und eine gute Passform waren Monika bei der Erstellung der Raglanelse wichtig. Wie ich finde, ist ihr das mit dieser kleinen Schwester, wie die Raglanelse von ihr selbst liebevoll betituliert wird,  hervorragend gelungen.



Die Raglanärmel werden oben auf der Schulter mit Abnähern in die richtige Rundung gebracht. Hier empfiehlt es sich, die im Schnitt vorgegebene Linienführung der Abnäher genau einzuhalten und am besten mit einer Nähmaschine und nicht mit der Overlock zu nähen. 





Und jetzt hüpfe ich mit meiner ersten Raglanelse rüber zu all den andern Mädels, die sich schon zum Elsenherbst auf Monikas Blog zusammengefunden haben. Schaut doch auch gern mal vorbei und freut euch auf einen kuscheligen Herbst mit wunderschönen Elsen in den unterschiedlichsten Ausführungen. Und Monika, wir freuen uns jetzt schon alle auf nächstes Jahr, wenn im September - zumindest für deine große nähbegeisterte Fangemeinde- wieder die fünfte Jahreszeit, der Elsenherbst 2018 startet.








verlinkt bei Elsenherbst, HandmadeonTuesday, Creadienstag, Ichnähebio,

Mittwoch, 18. Januar 2017

Kuschelpullover Horst ....

Wer um Himmels willen ist denn dieser Horst ?
Horst ist quasi das Synonym für alle selbst geschneiderten Werke, die ihren Ursprung in dem Schnittmuster Karl aus der Feder von Monika aka schneidernmeistern haben.
Wer Monika und ihr Schnittmuster "Else" kennt, ahnt , was gemeint ist. Genau  wie das Schnittmuster "Else" hält auch "Karl" alle Optionen offen, sich das Schnittmuster schnell und einfach nach seinen eigenen Wünschen und kreativen Ideen anzupassen.


Karl ist im Original ein legeres Pulloverkleid in Midilänge mit Rollkragen. Alle Abwandlungen dieses Schnittes, sei es in der Länge gekürzt, oder komplett als Pullover genäht, die Ärmel oder den Rollkragen angepasst, all diese Werke werden inoffiziell liebevoll Horst genannt.
 
Offiziell heißen sie "Karlspiration". Und wie vielseitig und abwechslungsreich das Schnittmuster Karl ist , könnt ihr unter diesem Suchbegriff unter anderem hier bei Monika auf ihrer Seite finden.


Auch ich habe jetzt eine Abwandlung dieses Schnittes, inspiriert durch Monikas "Geschichte von Herrn Karl", die ihr hier nachlesen könnt. Ich habe Karl zu einem oversized Rollkragenpullover umgebaut.




Dazu habe ich meine normale Konfektionsgröße genommen und im Bruch einfach drei Zentimeter zugegeben. Dadurch entsteht die Oversized Weite und auch der Rollkragen wird entsprechend weiter und liegt halsfern. Den Rollkragen an sich habe ich ebenfalls um ca. 3 cm gekürzt, so dass er eher ein Stehkragen ist.



In der Länge läuft der Pullover auf Hüfthöhe aus.


Weil es ein richtiger Kuschelpulli werden sollte, habe ich ihn aus grauem Alpenfleece genäht. Alpenfleece weist innen eine glatte Seite aus Sweatshirtstoff auf und ist außen flauschig wie ein Teddybär.

 
Nach der ersten Anprobe kam vom jüngsten Familienmitglied bereits der Kommentar, ich würde ja jetzt aussehen, wie ein Maulwurf. Na, so unrecht , hatte der junge Mann da , glaube ich , nicht. 

 
Aber jeglichen Kommentaren zum Trotz liebe ich meinen "Horst". Und der hat sogar unseren Nachbarn neulichs zu einer spontanen Umarmung animiert, begleitet durch die Worte: Ich muss Dich mal drücken. Du siehst so kuschelig aus! 
 

 
Liebe Grüße, Eure Kirsten
 
verlinkt bei RUMS 
 

Mittwoch, 11. Januar 2017

Else Signature Style.......

Da liegen doch glatt über 1.000 Kilometer zwischen uns, aber eine ganz große Leidenschaft vereint zwei Mädels; die eine aus dem Norden Deutschlands, die andere wohnhaft in Wien. Es ist die Liebe zu schlichten, praktischen Schnittmustern, gepaart mit qualitativ hochwertigen und schönen Stoffen, die uns verbindet. Hier vereint in einer Else mit tiefen Ausschnitt und einer überlappenden Kapuze, genäht aus den Kuschel Feinrippjerseys aus dem Stoffbüro.


Ihr wisst nicht, wovon ich spreche? Schaut mal bei Selina aka "19nullsieben" auf den Blog.  Sie hat in einer schlaflosen Nacht die Vision gehabt, den innen angerauten Biojersey aus der Stoffbüro Eigenkollektion in Taupe/Fuchsia mit Blau zu einem Elsenkleid zu kombinieren. Als Selina uns ihr Werk in Ihrem Blogbeitrag zeigte, war ich sofort begeistert. Also, eigentlich war ich sofort hin und futsch, wie wir in Norddeutschland gern sagen. So eine Else hätte ich auch  gern.
 
 
Und so hat mich Selinas Kleid zu dieser Else in Hoodieform inspiriert, die mit Fug und Recht als Signature Style bei mir durchgeht. Der Jersey ist wunderbar leicht, aber durch die angeraute Seite auch kuschelig warm. In der Kombination mit der blauen Innenkapuze  strahlen die fuchsiafarbenen Streifen besonders schön. 
 
 
Ärmelbündchen und auch den Saumbund habe ich aus dem dazu passenden blauen Bündchenstoff des Stoffbüros angenäht. Dadurch wird das Blau an den Abschlüssen noch mal wieder aufgenommen und rundet den Sweater ab.


Und genau wie bei Selina wurde auch hier im Norden ganz viel Kuscheljersey verarbeitet und so wurde die ganze Familie damit beglückt.
 
 
Jeder sollte einen Kuschelpullover haben, oder zwei oder drei oder.....
 
Liebe Grüße, Eure Kirsten 
 
 
 
 
Schnittmuster : Else von Schneidernmeistern, in der Variante tiefer Ausschnitt mit überlappender Kapuze; kostenloses EBook für die Kapuze findet ihr hier: FlingonHoodie
Stoff: Kuschelfeinrippjersey aus dem Stoffbüro
verlinkt bei RUMSIch nähe Bio

Mittwoch, 9. November 2016

Ein warmes Kleid, dank Karl.....

Ich wollte doch gar kein Kleid, dafür aber ein schönen warmen Rollkragen. Und dann kommt da dieser "Karl" um die Ecke, das neue Schnittmuster aus der Feder von Monika aka Schneidernmeistern.
 
 
"Karl" ist ein leger geschnittenes schlichtes Pulloverkleid in Midilänge mit Rollkragen.  Wer Lust hat, schaut mal bei Instagram vorbei . Dort findet Ihr unter dem hashtag #achkarl schon viele  sagenumwobene Geschichten zu diesem "Womanizer", der die Frauen begeistert.
 
 
Ich wollte ja eigentlich einen Rollkragen...... und plante nur das Oberteil zu nähen. Monika stellte mir dankenswerterweise ihr Schnittmuster zur Verfügung, um ein Designbeispiel zu nähen und fragte, ob ich denn nicht den Original Karl nähen möchte. Gut, manchmal braucht Frau einfach einen kleinen Anstoß und ich bin froh darüber.  Das Kleid ist locker und sehr bequem, und trotzdem formschön. Auch in großen Größen und für Frauen mit weiblichen Kurven.
 
 
Für mich das absolute Highlight ist der Rollkragen. Das Schnittmuster ist so konzipiert, dass er in der Höhe selbst anpassbar ist. Ich habe ihn hier in diesem Beispiel nur gut halb so hoch genäht, wie er eigentlich im Original ist. Also quasi fast nur ein kleiner Stehkragen, statt eines klassischen Rollkragens.
 
Der Rollkragen wird mit einem Beleg genäht, der nach innen umgeschlagen und an den Schulternähten fixiert wird.
 
Vor dem Nähen sollte der Stoff auf entsprechende Elastizität geprüft werden, damit später auch der Kopf durch die Halsöffnung passt. Wie ihr das macht, hat Monika in ihrem Schnittmuster ganz einfach und toll beschrieben.
 
 
 
Im Original besitzt das Schnittmuster noch eine Tasche auf der Vorderseite, die ich hier, aufgrund des Stoffes, der sehr weich und elastisch war, nicht mit aufgenäht habe. Hinterher dachte ich, eine Tasche vorn , wäre nicht schlecht, weil man dann immer weiß, wie herum man das Kleid gleich richtig anzieht. Aber dafür habe ich mit innen in den Kragen ein kleines Kreuz gestickt.
 
 
Die Ärmel sind im selben Stoff, und im unteren Teil als langes Bündchen mit der linken Stoffseite angesetzt. Dies war mehr aus der Not heraus geboren, weil ich nicht genügend Stofflänge für einen kompletten langen Arm hatte.  Daumenlöcher wären an dieser Stelle auch nicht schlecht gewesen, oder?
 
 
Und während des sonntäglichen Foto Shootings im Wald bekamen wir auch ab und an Besuch. Lieben Besuch, der gern noch ein paar blonde Haare auf dem Kleid hinterlassen wollte.

Und nachdem mein Mann das erste Mal mit dem neuen Festbrennweitenobjektiv herumhantieren musste, kann ich euch sagen: Das bedeute echt harte Arbeit für den Fotografen. Nicht mal eben schnell zoomen, um den richtigen Bildausschnitt zu treffen. Nein, da muss man körperlich fit sein, stets nach vorn und hinten eilen, runterbeugen, wieder hochkommen. Die gymnastischen Varianten, die ich da zu sehen bekommen habe, haben mich einfach nur amüsiert. Und dabei kommen doch die schönsten Bilder bei raus.

 
 
Seid alle ganz herzlich gegrüßt und wer mit den Gedanken spielt, sich auch so einen Kerl, 'tschuldigung "Karl",  zuzulegen und noch unsicher ist, der kann sich gern melden. Viele weitere tolle Designbeispiele könnt ihr auch bei den Karlspirations auf Monikas Blog sehen.
 
Liebe Grüße, Eure Kirsten
 
 
Schnittmuster : "karl" aus der crazylazywear von Monika aka schneidernmeistern
Stoff: dünner elastischer Fleecestoff aus dem örtlichen Nähgeschäft
Beitrag verlinkt bei RUMS

Montag, 3. Oktober 2016

Elsenparty .....

War ja eigentlich klar, oder? Die Party ist schon seit über einer Woche in Gange und ich stolpere hier noch auf den letzten Moment rein. Entschuldigt die Verspätung!
 
Monika aka Schneidermeistern hat zur großen Elsenherbstparty eingeladen. Ganz liebevoll, mit einem lieben Brief. So eine Einladung kann man definitiv nicht abschlagen. 
 
Aber woran lag es denn nun, dass ich nicht pünktlich am Start war? 

 
Klar, ich konnte mich nicht entscheiden, was ich anziehen wollte.... Typisch Frau, oder?
 
 
Monika  hat uns aufgefordert unsere Else nach unserem Style zu zeigen. Und wie stand es auf ihrem Blog?
 
"Zwei Seelen wohne, ach! in meiner Brust" (Faust 1, Goethe)
 
Oh, wie wahr!
 
(Hätte nie in meinem Leben gedacht, dass ich den ollen Faust hier noch mal zitieren werde. )
 
 
 
Ich würde mich in Sachen Bekleidung definitiv zu den sportlich, eleganten Typen zählen. Jeans sind einfach praktisch und ich fühle mich am wohlsten in Ihnen. Darüber Shirts, leger und bequem, am liebsten schlicht, unbunt,  in kühleren Farben und  immer wieder gern auch Streifen. Nordisch halt!  
 
Ich bin eigentlich gar kein Kleidertyp. Habe ich jedenfalls immer behauptet. Kleider waren für mich mit Strumpfhosen verbunden, zumindest im Großteil des norddeutschen Kalenderjahres. Und Strumpfhosen sind unbequem, unpraktisch und gehen ständig kaputt. 
 
Trotzdem überrasche ich mich neuerdings öfter, dass tief in meinem Inneren ab und an der Wunsch besteht, doch gern mal ein Kleid anzuziehen. Und so bin ich über meinen Schatten gesprungen und habe die Else in ihrer ganzen Länge ausgenutzt und ein Kleid genäht.
 
 
Aus dunkelblauen, etwas festerem Jersey, der gefühlt schon Ewigkeiten bei mir im Schrank lag. Ganz schlicht, mit U-Boot Ausschnitt und dreiviertel Arm. Ohne irgendwelches weiteres Gedöns und Schnick Schnack. Herrlich.
 
 
 
Wäre ich doch eigentlich super angezogen für die Party....
Genau, da war es wieder das Wort eigentlich, und die immerwährende Frage .....
 
Sekt oder Selters?
Turnschuh oder Pumps?
T-Shirt oder Kleid?
 
Immer dieser Zwist und im Grunde fühlen wir Frauen uns, je nach Stimmungslage, sowohl in der einen als auch in der anderen Ecke wohler.
 
Egal, ich habe mich jetzt doch für Jeans und Hoodie entschieden. Kapuzen finde ich kuschelig und ein überlanger Ärmel mit Daumenloch sieht einfach lässig aus. Deshalb musste ich mich noch ganz schnell wieder umziehen.
 
 
 
Kaum zu glauben, dass dies alles aus nur einem Schnittmuster entstanden ist.
 
 
So schön bequem und kuschelig, einfach perfekt für den Herbst!
 
 
Und genau deshalb ist es auch mein Signature Style, weil ich mich da drin einfach am wohlsten fühle.
 
 
Und jetzt stoße ich gern mit Euch an , auf einen feinen bequemen Elsenherbst.
 
Liebe Grüße, Eure Kirsten
 
 
P.S:: Ihr ahnt es schon, oder? Ich habe da natürlich noch eine andere Else im Kopf. Wenn mir dann noch der richtige Stoff über den Weg läuft, schlage ich zu, irgendwann und dann wird es eine ganz Besondere, denn die bekommt, den wunderschönen Glitzer-Silber-Elsenschwesterplot verpasst.
 
 
Meine erste Else auf dem Blog findet ihr übrigens hier
Dieser Beitrag wurde verlinkt bei Schneidermeistern - ElsenpartyCreadienstag, Dienstagsdinge
 
 
 
 
 
 
 
 

Mittwoch, 3. Februar 2016

Else im Januarsturm.....

... auf den Titel zu diesem Blogbeitrag hat mich Ann Christin (Henriette Puschenschmidt) gebracht, Vielen lieben Dank für die Inspiration.

Eigentlich wollte ich aus diesen Bildern gar keinen Beitrag machen, weil.... naja ... so richtig gefallen haben mir die Fotos nicht. Aber dann habe ich einige bereits auf Instagram gezeigt und die Reaktionen darauf haben mich nun doch dazu veranlasst , mal etwas zu schreiben zum Thema:

Das perfekte Foto....

Gibt es nicht, oder?

Wir sind alle viel zu kritisch mit uns selbst, finden uns auf Fotos oft nicht gelungen, wissen aber, dass Tragebilder einfach am Besten rüberkommen. Und wenn man auch ein Gesicht sieht, ist es persönlicher. Ach ja, und natürlich soll das Ganze auch natürlich aussehen, bloß nicht so eine gestellte Szene oder sogar noch ein verkrampftes Lächeln im Gesicht. Oh Gott, das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal ....

Und dann.... Ihr ahnt es vielleicht schon.... ist es auch noch Winter. Die dunkle Jahreszeit , in Norddeutschland auch eher grau und trist. Da viele von uns keine Profi Fotoausrüstung im Hause haben, muss dann einfach improvisiert werden. In der Woche findet man bei einigermaßen Tageslicht keinen, der fotografieren möchte, am Wochenende scheint die Sonne nicht, die Familienmitglieder haben auch keine Lust zum Fotografieren, die Nachbarin hat was anderes vor .... soll ich noch weitermachen? *Grins*

Und dann ist es plötzlich Sonntag, man wacht auf und die Sonne scheint. Der erste Gedanke, ja heute mache ich ein paar Fotos. Der zweite Gedanke: Ach eigentlich fühle ich mich gerade so gar nicht fotogen. Was soll's... Die Nachbarin hat auch Zeit , eine neu genähtes Shirt ist auch da, also los....




Drinnen?
Na klar, vor der Tür? Vor dem Klavier? Vor der Nähmaschine? Auf dem Sofa? Mit Brille und Buch?
Die Nachbarin lacht sich schon halb tot, weil alles nur noch gestellt und unnatürlich aussieht.


 
Also gut, lass uns rausgehen...
Wo kommt denn auf einmal der ganze Wind her?
War nicht eben noch die Sonne da ?
Och nee. Hatte doch meine Haare heute morgen extra schön geföhnt. 
 
 
 
Ach so die Brille, nee die wollte ich doch drinnen lassen,
egal, Oh Mann kann mal einer den Wind abstellten, ich sehe ja gar nichts mehr.
 
 
Die Nachbarin sagt, das werden super Fotos.
"Wenn der Wind von hinten kommt, hast Du aber eine tolle Oberweite!"
(und auch einen Bauch der aussieht wie  im fünften Schwangerschaftsmonat)
 
 
 
 
Ach Mann, ich habe keine Lust mehr, mir ist kalt,
das wird heute eh nichts,
lass uns aufhören .....
 
Beide Frauen allerdings schon halb im Lachkrampf.
 
Und wisst ihr was?
Ich zeige sie euch hier, dies perfekten unperfekten Fotos, lacht alle kräftig oder schreibt doch mal, wie es euch geht, wenn ihr für einen Blogbeitrag das perfekte Foto sucht. Ich freue mich.
 
 
Liebe Grüße, Eure Kirsten
 
 
 
Daher hier hier meine Else im Januarsturm (mit Vorgeschichte) und ab damit zu RUMS #5/16
 
 
Schnitt: Else von Schneidermeistern
Stoff: Jersey von Stoff und Stil
Fotos by Sabrina