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Dienstag, 11. September 2018

Aus Shirt wird Kleid in Wickeloptik......

Ich kann auch Kleider, also nicht nur nähen, sondern auch tragen. Meine erster Griff in den Kleiderschrank führt mich zwar meist zu Hosen und bequemen Shirts, aber ab und an darf es dann auch mal eine Kleid sein. 



In meinem Schnittmusterfundus befindet sich allerdings außer der Else von Schneidermeistern tatsächlich kein einziger Kleiderschnitt. Aber auch das ist überhaupt keine Problem, denn aus jedem gut sitzenden T-Shirt Schnittmuster lässt sich schnell und einfach aus elastischen Stoffen ein Kleid nähen. 

 

Hier habe ich einfach das Schnittmuster "Frau Liese" von Studio Schnittreif zu einem Kleid verlängert. Dazu inspiriert hat mich Gesche, die diese Kleider schon so oft genäht hat und ich sie immer bei ihr bewundert habe.  



Die Frau Liese von Studio Schnittreif ist ein zeitloses, schlankes Langarmshirt mit einem tiefen Ausschnitt in Wickeloptik und eignet sich perfekt für eine Erweiterung zum Kleid.  Am besten näht ihr euch das Shirt zuerst und testet wie es auf den Hüften sitzt. Dann legt ihr einfach einen Rockschnitt in der Taille an und überprüft auch dort noch einmal den Übergang von der Taille auf die Hüfte. Anschließend schneidet ihr Vorder- und Rückenteil einfach mit der "Rockverlängerung" in einem Stück zu und näht alles so wie bei einem Shirt zusammen. Wenn ihr den Rock etwas glockiger haben möchte lasst es zum Saum hinter weiter auslaufen, ansonsten schneidet ihr von den Hüften abwärts nur leicht ausgestellt zu bis zur gewünschten Länge.




Auch wenn ich bekennender Hosenliebhaber bleibe , mag ich die weibliche Note, die einem solche Kleider verleihen , sehr gern. Daher durften dann auch gleich zwei verschiedene Versionen unter die Nähmaschine. In diesem Sommer waren sie oft der perfekte Begleiter. Mal sehen, ob ich sie auch im Herbst mit einer feinen Strickjacke und Strumpfhose kombiniere.  

Schnittmuster: Frau Liese von Studio Schnittreif in Größe L verlängert zum Kleid
Stoffe: Jersey "Mademoiselle Fairy" aus der Herbst-Winterkollektion 2018 von Lila-Lotta gekauft bei Mira und Modal Sweat taubenblau mit Blumenmuster gekauft bei Clarasstoffe
verlinkt bei Afterworksewing

Mittwoch, 14. Februar 2018

Wie ich ein Kleid zum Pullover machte....

Das Schnittmuster Frau Polly von Fritzi Schnittreif verspricht ein gemütliches Sweatkleid mit Rollkragen. Wer die Schnittmuster aus der Feder von Anja und Britt, den beiden Köpfen hinter Fritzi Schnittreif, kennt, weiß, dass es sich bei ihren Ideen immer um bequeme alltagstaugliche Kleidung handelt, die gut sitzt.

Als ich das Schnittmuster kurz nach seinem Erscheinen das erste Mal auf dem Lillestofffestival im September 2017 gesehen hatte, war der Funke bei mir sofort übergesprungen. Ein schlichter Schnitt, wie ich ihn liebe, mit schmalen Raglanärmeln, einem großen kuscheligen Kragen und einer ansonsten sehr legeren, aber nicht zu voluminösen Weite.  


Und daher habe ich nicht lange überlegen müssen.Das Schnittmuster reiste mit mir nach Hause, wo es dann zu meiner Schande erst einmal seinen Platz in der Ablage fand, anstatt gleich in das nächste Nähprojekt umgesetzt zu werden.


Der Schnitt wurde erst wieder hervorgeholt, als plötzlich der passende Stoff vor meinen Augen erschien: ein dunkelblauer Viskosetrick als Romanitstoff, gekauft in Laras Onlineshop "1000 Stoff". Dieser als Doubleface Jersey verarbeitete Strickstoff ist gut dehnbar und besitzt trotzdem eine angenehme Festigkeit. Er ist dicker als normaler Jersey , aber dünner als ein reiner Sweatstoff. Der Stoff besticht durch seine edle Oberfläche und fällt angenehm, ohne dass sich etwas abzeichnet. Es war einfach der perfekt Stoff für diesen Schnitt.




Und da ging das Dilemma wieder von vorn los. Schnitt und passender Stoff, den ich sogar sofort nach der Lieferung gewaschen hatte, lagen verarbeitungsfertig auf meinem Nähtisch. Und es sollte erst wieder eine ganze Zeit verstreichen, bevor die beiden unter der Nähmaschine landeten.

Schnittmuster und Stoff habe ich nicht wieder weggeräumt, sie lagen gut sichtbar auf der Arbeitsfläche . Ich streichelte immer mal wieder den Stoff, sah mir das Schnittmuster mit den Bildern an und hatte aber überhaupt keinen Antrieb, mit diesem  Projekt zu starten. 

Als dann Anfang Februar das Nähwochenende in Lüneburg immer näher rückte, stand für mich sofort fest, dass es das Wochenende für meine Frau Polly werden würde. Und , ihr ahnt es wahrscheinlich schon lange, als ich eine Woche vorher den Stoff zuzuschneiden wollte, ging ich noch einmal ganz tief in mich und wusste : Ich würde dieses Kleid bestimmt gern tragen, aber so wie ich mich kenne, leider viel zu selten. Das war schon immer so und das wird sich auch in der Zukunft nicht ändern, da bin ich mir ziemlich sicher. Als geborener Hosentyp trage ich zwar ab und an gern Rock und Kleider, sie werden aber nie meine erste Wahl beim Griff in den Kleiderschrank werden. Also wurde aus dem Kleiderschnitt Frau Polly kurzerhand der Pullover Frau Polly. 



Diese Variante haben schon einige Näherinnen vor mir ausprobiert und ich bin gern mit auf den Zug gesprungen. Dabei habe ich das Rückenteil, genau wie bei dem Kleid, aus zwei Teilen genäht. Dies gibt dem Pullover von hinten eine schöne Form und sieht interessant aus. 

  

Die Raglanärmel sitzen etwas tiefer und geben dem Schnitt dadurch in der Oberweite eine legere Form. In Brusthöhe sind zwei Abnäher vorgesehen, die ich allerdings bei diesem Schnitt auch gern weglassen würde. Bei Brustabnähern sei es geraten, vorher die Höhe der Abnäher zu kontrollieren. Die Spitze sollte immer auf die höchste Stelle der Brust weisen, um einen optimalen Sitz zu unterstützen. Wie ihr hier bei mir seht, ist es mir, trotz Anhaltens, nicht gelungen die korrekte Höhe zu erreichen. Ich hätte die Abnäher ein, zwei Zentimeter nach oben verschieben oder einfach ganz weglassen sollen.


Der Rollkragen wird einfach als vorgegebenes Rechteck zugeschnitten, einmal der Länge nach gefaltet und an den Halsausschnitt genäht. Ich habe hier statt der im Schnittmuster vorgegeben Höhe von 38 cm, nur knapp 30 cm genommen. Durch die geringere Höhe und den toll fallenden Romanitjersey klappt es wie zufällig immer schön herunter und muss nicht gekrempelt werden.



Die Ärmel habe ich auf dreiviertel Länge gekürzt. Ich mag dies sehr gern, da ich bei Pullovern sonst ständig die Ärmel hoch schiebe.
Der verkürzte Rollkragen und die Dreiviertel Ärmel haben es mir dann schlussendlich auch erlaubt aus dem Reststoff, der ursprünglich für das Kleid geplant war , noch eine bequeme Hose für zuhause zu nähen.  

Und so endete die Odysse von neuem Schnitt, der mich sofort begeisterte, dann erst in der Ablage versschwand, auf den richtigen Stoff wartete, der dann ein paar Monate später, wie durch Zufall erschien, und die geistige Eingebung, kurz vorm Zuschneiden, nach einer etwas längeren Nähabstinenz, die so zu einer optimalen Verwertung des Stoffes und einer hohen Tragegarantie beider Teile führte.

Kennt Ihr solche Entstehungsprozesse auch? Ich bin gespannt ......



Und das Interessanteste zum Schluss:
Schnitt: Frau Polly von Fritzi Schnittreif, genäht in Größe XL, auf Pulloverlänge gekürzt
Stoff: Romanitjersey, gekauft bei 1000 Stoff, zur Zeit nur noch in Rot lieferbar
verlinkt bei RUMS


Mittwoch, 12. Juli 2017

Frau Yoko und die ganz große Liebe zu Kellerfalten

Oh ja, ich bin bekennender Kellerfalten Fan. Ich liebe diese aufspringenden tiefen Falten, die dem Kleidungsstück einen lässigen Look verleihen.
 
Als daher der Schnitt "Frau Yoko" von Fritzi Schnittreif herauskam , war ich sofort Feuer und Flamme. Diese kurze Tunika mit halblangen Ärmeln und einer tiefen Kellerfalte am Rücken hat mich sofort begeistert.
 
Die Falte wird unterhalb der Rückenpasse angesetzt und verleiht dem Kleidungsstück einen Hauch lässiger Weite und umspielt schmeichelnd die Körpermitte.
  
Frau Yoko - Kellerfalte am Rücken
 
Richtig spannend wird es, wenn es um die Wahl des Stoffes geht. Denn bei diesem Schnitt entscheidet das Material über den Look.  
 
Ihr seht hier meine erste, eigentlich als Probeexemplar gedachte, Bluse aus dünnem grauem Baumwollstoff. Der Stoff ist ein normaler Webwaren Baumwollstoff mit einer gewissen Festigkeit.  Die Frau Yoko bekommt durch diese Stoffart einen groben,  geradlinigen Look, der gut zu schmalen Hosen oder Röcken passt.
 
Diese Vorliebe teilt auch Lara von 1000Stoff mit mir. Schaut gern hier auf Ihrem Blog vorbei. Sie hat sich eine Frau Yoko aus japanischer Double Gauze genäht mit einem besonderen Hingucker in der Kellerfalte, ein absolutes Lieblingsstück.
 
Frau Yoko - schlicht und geradlinig
 
Die Materialempfehlung des Schnittmusters hingegen lautet auf weich fallende Webware, wie Viskose, Seide, Satin, also kurzum alle Arten von "Flutschstoffen" (die, die gern unter der Maschine von den Nadeln flutschen) . Dadurch erhält die Frau Yoko einen femininen Look, der perfekt zu einer luftigen Sommergarderobe passt.
 
Ihr ahnt schon, dass ich das auf jeden Fall auch ausprobieren werde, liegt doch im hiesigen Stoffstapel noch ein wunderbar weich fallender Javanaise , perfekt für einen weich fallenden Blusenstoff.
   
Frau Yoko - aus Baumwollwebstoff
 

Was ist denn eigentlich eine Kellerfalte und wo kommt sie her?

Bei der sogenannten Kellerfalte stoßen die Brüche zweier zueinander gelegter Falten in der Mitte der Faltentiefe aneinander. Entlang jeder Bruchkante werden beide Falten an den unterliegenden Stoff angenäht. Am Ende dieser Naht, die sehr kurz, aber auch länger sein kann, bildet sich eine tiefe Springfalte, die zum Betrachter hin aufspringt. Die Kellerfalte ist somit die Kehrseite einer Quetschfalte. * Quelle: Wikipedia
 
Die Theorie hört sich sehr trocken an, ist doch aber auch ganz interessant. Tatsächlich ist diese Art der Falte im 18. Jahrhundert aufgekommen  und in Obergewändern eingenäht worden, um die nötige Weite für Reifröcke zu geben. Ich hingegen bringe diese Falte, gerade an der Rückseite von Oberteilen zunächst immer mit Trachtenjacken in Verbindung.  
 
 
 
 
Da ich hier diesen geradlinigen Schnitt mit einem schlichten grauen Stoff kombiniert habe, kombiniere ich das Outfit gern mit einem etwas auffälligerem Schmuckstück. Diese lange silberne Kette mit dem  runden Anhänger wirkt auf dem Stoff wunderschön.
 
 
Und das Wichtigste zum Schluß. Welche Änderungen habe ich selbst an dem Schnitt vorgenommen?
 
Ich trage bei gekauften Sachen Konfektionsgröße 42 bei einer Körpergröße von 1,80m . Diese Frau Yoko aus Webware habe ich in Größe L ohne Nahtzugabe ausgeschnitten. Da ich sie ausschliesslich mit der Overlock genäht habe, geht so vom Schnitt 0,7 cm durch die Naht ab. In der Länge habe ich drei Zentimeter zugegeben.
 
 
 
 
verlinkt bei RUMS
 
 
 

Mittwoch, 29. März 2017

Ich und pink ?????

Ich bin nicht die Einzige, die sich diese Frage im letzten Monat gestellt hat. Was hat Selmin  von Tweed & Greet da nur angestellt?

Jeden Monat wirft Sie eine neue Farbe in die Runde und im Rahmen ihrer Nähchallenge "12 colours of handmade Fashion"  kann jeder seine eigenen Gedanken, Ideen und Kreationen zu dieser Farbe entwickeln.

Am Ende des Monats finden sich so viele unterschiedliche Projekte, alle selbstgemacht und in so unterschiedlichen Interpretationen. Ich persönlich bin immer sehr gespannt auf die Farbkombinationen, die zusammen mit der in dem Monat ausgelobten Hauptfarbe gezeigt werden. Noch nie habe ich mich selber mit dem Farbthema so intensiv auseinandergesetzt.
Besonders schlimm wird es, wenn es doch auch gleichzeitig so reichhaltige Stoffe in allen nur erdenklichen Farbtönen gibt, die wir uns selber nach eigenen Wünschen zusammenstellen können. So bin ich auf Fuchsia gestoßen.

Was ist Fuchsia überhaupt für eine Farbe?

Ich habe leider keine hinlänglichen Kenntnisse im Bereich der Farbenlehre, aber da wir im 21. Jahrhundert leben, fragt man in so einem Fall Google. Und Google antwortet mir, Fuchsia wird auch Magenta genannt und ist ein kräftiges Rot-Blau. Und ja, da ist sie wieder..... meine Lieblingsfarbe Blau. 


Blau ist definitiv eine kombistarke Farbe zu diesem Farbton und lässt sie noch kräftiger leuchten, als durch die weißen Streifen schon vorgegeben. 


Fuchsia wirkt aber auch in Kombination mit sanfteren Tönen, wie hier mit taupe wundervoll. Aber wie ihr seht, ist auch bei der oben genähten Else, die ich Euch hier auf dem Blog schon mal vorgestellt habe, wieder Blau mit im Spiel.

Dunkelblauen Jersey hatte ich übrigens schon zur Hand, als ich aus dem Fuchsia/Off-White Jersey aus dem Stoffbüro ein Shirt nähen wollte. Ich habe lange überlegt, wie ich das Blau mit in das Shirt bringe. Zum Beispiel hat Danie aka Prülla vor ein paar Wochen eine wirklich gelungene Colour Blocking Variante dazu gezeigt.


Ich habe den blauen Jersey immer um den Stoff herumgeschoben, als aufgesetzte Tasche, als Bündchen, als Saumabschluss... und was ist letzendlich dabei herausgekommen? Ich habe den dunkelblauen Jersey nicht verwendet  und lasse die Fuchsia Streifen im schlichten Design einfach wirken.




Das Gefährliche an dieser Nähchallenge ist, dass man die Farbe, die sich da einen Monat im Kopf einnistet, die einen Monat durch die sozialen Medien geistert, die so viel inspirierende Blogposts hervorruft, leider so schnell nicht wieder aus dem Kopf verschwindet.

Der nächste Jersey ist schon gekauft. Pink in Kombination mit Grau. Meine kühlen Farben, die ich liebe und zu denen meine Hand sich immer wieder automatisch streckt. Ob ich den Stoff vielleicht auch mit dunkelbalu kombinieren sollte? Was meint ihr?

Ich denke noch mal eine Runde nach....


Liebe Grüße, Eure Kirsten


verlinkt bei RUMSIch nähe Bio 









Mittwoch, 15. Februar 2017

Oversize Pullover ... oder doch lieber nicht?

Ich gestehe. ich bin ein totaler Fan der oversize Mode. Auf Modemagazinen sehen Damen in Pullovern oder Jacken, die mindestens drei Nummer zu groß sind, lässig, elegant und schick aus. Wie kurz und unbedacht übergeworfen, aber mit Wow-Effekt.
 
Ist "oversize" nur etwas für Frauen mit Modelmaßen?
 
Ziehe ich ein oversize Oberteil über, wirkt das eher plump und zuppelig und gar nicht so elegant wie bei allen Models dieser Welt. Geht Euch das auch so?

 
Sicher kann man diese Frage nicht generell beantworten. Wie so immer ist der schöne Kompromiss; es kommt wohl auf den Typ drauf an. Die oversize Mode muss so geschickt getragen bzw. kombiniert werden, dass sie zu der jeweiligen Person passt. Und das muss jeder für sich selber ausprobieren.

 
Jetzt fragt Ihr Euch sicher schon die ganze Zeit , warum ich hier über "oversize" nachdenke, wo doch gar kein oversize Teil zu sehen ist.
 
Ich selber mag gern sportliche lässige Mode und ertappe mich immer wieder, dass ich mein Blick bei oversize Stücken hängen bleibt, auch bei Schnittmustern. So auch bei der hier gezeigten Frau ISA aus der Feder von Fritzi und Schnittreif. Als ich das Schnittmuster zum ersten Mal sah, habe ich es sofort in meinem Kopf gespeichert. Überschnittene Ärmel, kantig, oversize Look eben. Klasse. Und dann dieser tolle breite Kragen. 

 
An einigen Designbeispielen zu diesem Schnitt war schon zu erkennen, dass der Pullover wirklich sehr weit ausfällt, was mich ein wenig ins Grübeln gebracht hat. Aber anhand der Fertigmaße, die der gut beschriebenen Anleitung beiliegen, und einem Abgleich mit einem gut sitzenden Pullover , habe ich mich schnell für eine echte "undersize" Größe entschieden. Da ich normalerweise Konfektionsgröße 42 trage, ist "L" die am häufigsten genähte Größe. Hier seht ihr das erste Mal einen Pullover in "S", den ich für mich genäht habe. Diese Größenvergleicherei macht einen eigentlich immer unsicher, ob es denn tatsächlich so klappt, aber nach dreimal nachmessen und Schnittmuster auf drei Pullovern auflegen, habe ich todesmutig losgenäht.
 

 
Und was soll ich euch sagen? Er passt, er sitzt locker und lässig, so gar nicht oversize , aber auch definitiv nicht "undersize".

 
Ach so, die Seitenschlitze haben sich mal wieder eingeschlichen? Seit ich den Jumper von Fina genäht habe (könnt ihr hier noch einmal nachlesen) bin ich ein totaler Fan von Seitenschlitzen. Es besteht die Gefahr, dass ich sie jetzt überall einbaue .

 
Genäht habe ich diese Frau Isa übrigens aus einem sage und schreibe nur 80 cm breiten Rest grauen Sweatshirtstoffes, den ich hier noch liegen hatte. Daher hat es auch nur für halblange Ärmel gereicht. Aber durch das mit der linken Seite angesetzte Bündchen hat es ein bisschen den Effekt von hochgekrempelten Ärmeln.


Durch zwei Abnäher im Schulterbereich fällt das Shirt sehr gut und lässt den Oberkörper an der Stelle nicht kastig wirken.


 
Und die Moral von der Geschicht'? Ich finde den oversize Look immer noch sehr lässig und erkenne in mir ein Muster, dass ich gern zu solchen Schnitten greife. Aber anstatt diese dann in "Übergröße" zu nähen , gehe ich lieber ein oder zwei Konfektionsgrößen nach unten und habe so ein wenig den lässigen Look erhalten, aber kein übergroßes Teil.
 
Wie sind denn so Eure Erfahrungen mit dem Thema "oversize"? Mögt ihr diesen Look und bleibt ihr eher bei körperumspielenden Schnitten?
 
Liebe Grüße , Eure Kirsten
 
Dieser Beitrag wurde verlinkt bei RUMS

Mittwoch, 24. August 2016

Sommerkleid an Stroh....

Geplant war das gar nicht, aber jetzt, wo ich mir die Bilder in Ruhe anschaue, finde ich das abgeerntete Getreidebild ist der perfekte Hintergrund für diesen wunderbaren "Model bubbles" Stoff von lillestoff. Fast könnte man meinen der gelbe "bubble" an der Schulter gehöre quasi mit in das gelbe Strohfeld.
 
 
Natürlich könnte ich behaupten, das war alles so gewollt und arrangiert, aber manchmal ergeben einfach Zufälle die schönsten Fotos und Motive.
 
 
Und ehrlich gesagt, war es auch super bequem da. Eigentlich wollte ich gar nicht mehr so schnell aufstehen. Die Sonne schien so schön , der weiche Untergrund und das superbequeme Kleid. Hach, ich schwelge noch ein wenig in den Erinnerungen.
 
Das Kleid hatte ich eigentlich nur mit in den Urlaub genommen, weil drei Nähbloggerinnen zusammen eine Fotoshooting auf Amrum geplant hatten, für den #Nähmob3 von Annelie. Eigentlich braucht man an der See, selbst im August gern noch mal etwas Wärmendes und nicht so ein luftig, leichtes Kleid. Aber der Modaljersey ist praktisch klein zusammenfaltbar und im Koffer platzsparend verstaubar. Passte auch prima in meinen Rucksack, als ich mich auf den Weg zur Nachbarinsel gemacht habe, um mich dort mich Dominique und Kathrin zu treffen (es war eher frisch und das typische Nordsee Outfit bestand aus kurzer Jeans, Shirt und Regenjacke) Schnell am Strand dort aus dem Rucksack gezogen , übergestülpt und perfekt, keine einzige Falte. Danach schnell platzsparend wieder im Rucksack verstaut und in die Jeans geschlüpft. Die tollen Fotos von unserem etwas windigen Strand-Shooting könnt ihr heute auf dem Blog von Kathrin bewundern. Hüpft doch mal rüber.
 
 
Diese Fotos sind dann einige Tage später auf der Insel Föhr während unseres Urlaubs entstanden. Auch hier einfach wieder Kleid übergeworfen, ab aufs Rad zum nächsten Getreidefeld, und ihr seht? Genau, keine einzige Falte... definitiv der Stoff für alle, die genau so gern Bügeln, wie ich :-)
 
 
Das Kleid ist übrigens oben herum Frau Frida und unten Frau Fannie (beide Schnittmuster von Fritzi und Schnittreif) , in der Mitte zusammengenäht. Ich trage es gern mit einem Gürtel, habe aber in der Taillennaht auch noch ein Gummiband mit eingenäht, so dass es auch ohne Gürtel gehen würde.
 
Und so ein "Sommerkleid an Stroh" ist nicht nur am heutigen Donnerstag bei RUMS dabei, sondern auch mein Beitrag für die "12 letters of handmade Fashion" im August.
 
Liebe Grüße, Eure Kirsten
 


 
 
 

Mittwoch, 3. August 2016

Streifenfrida.....

Frau Frida ist ein schlichter Schnitt für Webware aus der Gemeinschafts-Produktion von Fritzi und Schnittreif. Ein Basic-Schnitt, der einfach zu nähen ist, und doch vielseitig gestaltbar. Frau Frida hat leicht überschnittene Ärmel und ist hinten etwas länger als vorn. Super bequem und gut tragbar. Meine erste Frau Frida habe ich schon im letzten Jahr aus einem einfachen Baumwollstoff genäht.

Und was zeichnet ein Basic-Schnitt aus? Na klar, man braucht nicht nur eins davon, sondern gern ein paar mehr. Darum habe ich diesen Schnitt auch dieses Jahr wieder hervorgekramt und ihn zusammen mit dem wunderbaren Streifenjersey von Albstoffe, einem deutschen Biostoffproduzenten von der schwäbischen Alb, vernäht. Dabei habe ich dieselbe Größe genäht, wie die Version aus dem nicht dehnbaren Stoff, und habe lediglich die Nahtzugabe weggelassen.







Bei der Webware nähe ich den Halsausschnitt gern mit einem Beleg, um einen ordentlichen und sauberen Abschluss zu haben. Hier bei der Jerseyvariante habe ich einfach einen Jerseystreifen in den Halsausschnitt genäht. Beim Zuschneiden habe ich schon bemerkt, dass sich der Stoff wunderbar einrollt. Beim Nähen verflucht man diese Eigenschaft des Jerseys oft, aber hier fand ich es sehr charmant. Die offene Kante rollt sich leicht nach außen. den eingenähten Ausschnittsstreifen habe ich dann mit dem Kettstich der Covermaschine abgesteppt.


Entstanden sind diese Bilder übrigens ganz spontan und ungeplant bei einem eigentlich geplanten gemeinsamen Nähnachmittag mit Dominique (kreamino) Spontane Unlust, uns an die Nähmaschinen zu setzen, hat uns zu ungeplanter spontaner Shoppingaktivität durch meine kleine Stadt getrieben. Wie praktisch, wenn Frau geplant ungeplant einen Fotoapparat dabei hat und so ganz durch Zufall noch ein paar Schnappschüsse abfallen für einen Blogbeitrag. Und weil Dominique so einen wunderbaren Rucksack hat, der farblich einfach perfekt zu meinem Outfit passte, musste der natürlich mit aufs Bild.



Ich habe es übrigens mehrfach versucht, ihr diesen wunderbaren Rucksack an dem Nachmittag abzuschnacken. Hat nicht geklappt, aber vielleicht sollte ich mir den doch ungeplant geplant auch noch mal anschaffen.


Liebe Grüße,
Eure Kirsten



P.S: Wenn ihr noch ein bisschen mehr über Produzenten von Biostoffen nachlesen wollt, huscht schnell rüber auf den Blog von Kerstin (Kekokreativ), die euch verschiedene Biostoffproduzenten auf ihrem Blog vorstellt. Den Beitrag zu Albstoffe könnt ihr hier nachlesen. Bei Kerstin gibt es übrigens jeden Monat eine tolle Linkparty zu allen Sachen, die aus Biostoffen genäht sind.


Schnitt: Frau Frida von Fritzi und Schnittreif
Stoff: Bio Jersey Ringel tulpenrot/weiß aus dem Stoffbüro
verlinkt bei RUMS, Ich nähe Bio


Montag, 27. Juni 2016

Ankerliebe....

Ich gehöre, wie viele andere begeisterte Selbermacher ebenfalls zu der großen Fangemeinde von dem Schnitt "Frau Aiko" von Fritzi und Schnittreif. Der Schnitt wurde entwickelt für das Vernähen von Baumwollstoffen, ist allerdings auch hervorragend geeignet für dehnbare Stoffe wie Jersey und Strick.
 

Ich habe hier den wunderbaren Jaquard-Jersey Anker jeansblau auf grau aus der Kollektion See Breeze von Hamburger Liebe vernäht. Und obwohl ich diesen Schnitt schon so oft vernäht habe, ist diese Frau Aiko für mich ein ganz besonderes Stück. Weil sie das erste Nähwerk ist, welches ich mit meiner neuen Overlock-Nähmaschine genäht habe.

 
Eine Overlock-Maschine gehört eigentlich zum täglichen Handwerkszeug vieler Näher, die oft Bekleidung und vor allem dehnbare Stoffe verarbeiten. Also, genau das, was ich jetzt seit einigen Jahren gern mache. Bisher besaß ich aber eine solche Nähmaschine nicht, da ich der Meinung war, alles auch wunderbar mit dem Überwendlingsstich meiner Nähmaschine hinzubekommen.
 
 
Allerdings je länger ich nähe, und je mehr die Ansprüche steigen, reicht es irgendwann nicht mehr und tief in meinem Inneren wuchs langsam dieser Wunsch nach so einer wunderbaren Maschine, die saubere Innennähte akkurat nähen kann. Und ehrlich gesagt, der letzte Tropfen, der diesen heimlichen Wunsch ganz weit nach oben an die Oberfläche gespült hat, ist das Versäubern von Nähkanten bei der Verarbeitung von Webware, also nicht dehnbaren Stoffe, wie z.B. Baumwolle. Da war ich auf meiner Nähmaschine schön im Zickzack Kurs unterwegs und das sah oft nach der zweiten oder dritten Wäsche auch nicht mehr so richtig schön aus. Und was so klammheimlich und leise in einem wächst, bricht dann endlich an die Oberfläche und es musste unbedingt eine Overlock her. Jetzt ist sie da, ich habe gleich am ersten Abend in Null Komma Nix diesen Pullover fertig genäht und bin heute der festen Überzeugung: Ohne Overlock geht es gar nicht mehr.
 
Wie war das denn eigentlich bei Euch? Wer näht mit einer Overlock? Und wie seit ihr zu der Entscheidung gekommen, dass ihr gern so eine Nähmaschine hättet. Ich freue mich über jeden Kommentar unter diesem Beitrag,
 
viele liebe Grüße, Eure Kirsten
 
 
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Schnitt: Frau Aiko von Fritzi und Schnittreif
Stoff: Anker Jersey aus der Kollektion See Breeze von Hamburger Liebe
verlinkt bei HoT, Dienstagsdinge und creadienstag
 

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Happy new year .....

Prost, Euch allen....
 
 

Kommt gut ins neue Jahr,
feiert schön....
oder geht es ganz gemütlich an.....
ob im festlichen Partyoutfit
oder im Schlafanzug...

 
Ich habe es geschafft, mir für den Silvesterabend 2015  noch einen Pullover zu nähen aus grauem (silbernen) Glitzersweat von swafing.
 
 
Und ich konnte meinen Mann noch zwischen Getränke kalt stellen und Sohn beim Böllern begleiten dazu bringen, ein paar Fotos auf die Schnelle zu machen.
 


Und darum geht es auch am letzten Tag noch mal ab zu RUMS.....
 
Liebe Grüße, Eure Kirsten

Schnitt: Frau Toni von Fritzi/Schnittreif
Stoff: Glitzersweat von Swafing