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Mittwoch, 10. Januar 2018

Eine schlichte Bluse mit dem kleinen Wow Effekt......

Blusen, ganz klassisch aus Webware mit Knopfleiste und Kragen, gehörten irgendwie noch nie zu meinen Lieblingskleidungsstücken. Empfand ich sie doch eigentlich immer als einengend, unflexibel und das Schlimmste, nach einmal Tragen meist reif für die Wäsche. Und dann die elendige Bügelei bis sie wieder ordentlich im Kleiderschrank hängen. Oh nein, das war mir immer zu aufwendig. 

Was war ich froh, als die Bekleidungsindustrie vor einigen Jahren Blusenshirts auf den Markt brachte, diese geniale Mischung aus Bluse und Shirt. Aus elastischen Stoffen, bequem zu tragen, aber trotzdem mit dem gewissen Schick eines Kragens oder einer Manschette, so dass diese auch definitiv bürotauglich wurden. Zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, dass dies noch zu Zeiten als ich meine Nähmaschine nur zum Umsäumen von Gardinen benutzt habe und nicht mal ansatzweise daran dachte mir selbst Kleidung nach meinen eigenen Vorstellungen selbst zu nähen.

Inzwischen ist einige Zeit ins Land gezogen, ich nähe inzwischen einen Großteil meiner Kleidung selbst, durchaus auch büroalltagstauglich, aber an das Blusenthema habe ich mich bisher noch nicht richtig herangetraut. Einfache Schnitte aus elastischen Stoffen, gern mit einer Knopfleiste, die nur den Anschein trägt und ohne aufwendige Kragenverarbeitung sind kein Thema, aber so eine richtige echte Bluse aus Webware habe ich bisher noch nie selbst genäht.




Aber ich taste mich langsam vor und die Bluse Greta von Finasideen ist eine perfekte Mischung aus klassischer Bluse  und Shirt mit dem gewissen Etwas. Kein Kragen, den runden Halsausschnitt mit Belegen versäubert und einer seitlich versetzten Knopfleiste. Ach ja, da war es wieder das Thema Knopfleiste. Nachdem ich doch bei diesem Nähprojekt hier so erfolgreich meine Knopflochangst bezwungen habe, bin ich bei dieser Bluse wieder auf eine Fake-variante umgestiegen. 



Ich habe die Leiste zugenäht und nur am unteren Ende ein wenig offen gelassen. Der Knopf am Ausschnitt ist nur aufgenäht. Der Schnitt lässt es zu, dass man auch ohne das Öffnen der Knopfleiste bequem ein- und aussteigen kann. 




Natürlich muss auch diese Bluse gebügelt werden, wenn sie ordentlich aussehen soll. Aber eine Knopfleiste, die vor dem Bügeln nicht geöffnet und hinterher wieder mühselig geschlossen ist, empfinde ich schon als deutliche Erleichterung  bei der, sagen wir es wohl formuliert, nicht ganz so geliebten Hausarbeit. 


Und übrigens, auch Kurzarmblusen kommen bei mir ganzjährig aus dem Kleiderschrank, da sie bei kühleren Temperaturen gut mit Blazern und Strickjacken zu einem bequemen Outfit kombiniert werden können. 
Und während ich hier noch meine Gedanken zu diesem Nähprojekt zu Ende bringe, überkommt mich so ein kleine , klitzekleine Lust in diesem Jahr meine Blusennähfähigkeiten noch weiter auszubauen.   


Wie immer das Interessanteste zum Schluss....
Schnitt: Bluse Greta von Finasideen genäht in Größe 42
Stoff: Gewebte Baumwolle staubblau Konfetti von Stoff und Stil
verlinkt bei RUMS



Mittwoch, 7. Juni 2017

Herzstück - ein Shirt mit vielen Variationsmöglichkeiten

Geht es Euch auch so? Kaum steigen die Temperaturen müssen schnell noch ein paar Sommerteile genäht werden.
 
Die Betonung liegt hierbei auf "schnell" und "ein paar" Sommerteile. Ist klar, oder? Rein faktisch lässt sich feststellen, es gibt genügend T-Shirts im Kleiderschrank und "mal schnell nähen" geht meistens auch in die Hose. Sich Zeit und Ruhe zu nehmen für die Anleitungen ist meist genauso hilfreich, wie noch einmal genauer über die Stoffwahl für das Kleidungsstück nachzudenken. Das sagt der Kopf. Der Bauch sagt trotzdem weiter:
 

Ich brauche dingend noch ein paar Sommershirts - schnell bitte !

 
Also gut, warum soll man nicht all seinen Verstand und Prinzipien auch mal über Bord schmeißen und ohne langes Überlegen einfach mal drauf los nähen. So geschehen auch bei diesem Sommershirt aus gepunktetem Jersey, dem neuesten Streich aus Finas Ideenschmiede.
 
Herzstück von FinasIdeen aus gepunktetem Jersey
Das Herzstück ist ein Raglanshirt und für leichte Webware oder Jersey bestimmt. Das Schnittmuster kann ganz lässig mit glatten Ärmeln oder raffinierter mit gekräuselten Ärmeln genäht werden, in Kurz - und auch in Langarmversion.
Im Rückenteil laufen die Raglannähte nicht bis zur Schulter hoch, sondern in einem Bogen über den Rücken.
 
Rückansicht zu Finas Herzstück

Hier bei mir seht ihr die Version mit den glatten Ärmeln. Aber schaut gern einmal bei Fina vorbei, dort findet ihr zu diesem Schnitt noch weitere Designbeispiele mit allen Gestaltungsmöglichkeiten, den dieser Schnitt bietet.
 
Vorderansicht Finas Herzstück mit Brustabnähern
Der Halsausschnitt wird mit einem Beleg versäubert, kann aber in der Jerseyvariante auch mit einem normalen Bündchen genäht werden. Im Vorderteil sind zwei Brustabnäher enthalten, die dem Shirt eine gelungene Passform geben. Des Weiteren ist der Schnitt leicht tailliert und verleiht mit seinem abgerundetem Saum eine weibliche Note.
 
 
 
Dieses Shirt habe ich ganz spontan ohne lange zu Überlegen aus einem Stück Restjersey, der hier bei mir gut gelagert im Stoffregal lag, genäht. Tatsächlich bin ich für diese Kurzarm-Variante in Größe 42 mit einem Meter Jersey ausgekommen. Und während sich die Dortmunder im DFB Pokal Endspiel ihren Sieg holten, war ich mit der Sommershirt Nr. 1 für dieses Jahr fertig.


Es klappt also auch mit unter dem Motto: Ich brauche mal eben schnell eine Sommershirt! Nicht immer, aber immer öfter.


Schnitt: Finas Herzstück , wurde mir im Rahmen des Probenähens kostenlos zur Verfügung gestellt
Stoff: Restjersey aus dem gut abgelagerten Stoffvorrat
verlinkt bei RUMS
 

 

Mittwoch, 1. Februar 2017

Rollkragenpullover Jumper.....

Hier möchte ich Euch einen neuen Schnitt von Fina vorstellen - den Jumper. Es ist eine ziemlich variabler und gut sitzender Pulloverschnitt, den ihr ganz nach euren Wünschen gestalten könnt. Meine Version ist aus dem schönen Strickstoff von swafing mit einem weiten Rollkragen, mittlerer Länge, normalen Ärmeln und Seitenschlitzen im unteren Saum.

 
Um den ganzen einen kleinen Hingucker zu geben, habe ich mich entschieden, Lederpatches auf die Ärmel zu nähen. Dies hier sind Flicken mit vorgestanzten Löchern , die eigentlich für das Flicken der Kinderhosen gedacht waren. Aber irgendwie waren mir diese schönen Lederflicken für die Hosen des Juniors immer zu schade, so dass sie jetzt hier ihre wahre Bestimmung gefunden haben.

 
Der Jumper kann in unterschiedlichen Längen genäht werden. Ich habe mich für ein Zwischending aus normaler und langer Länge geeinigt, so dass der Hintern bedeckt ist. Durch die Seitenschlitze fällt er locker und lässig und liegt nirgendwo auf. Er ist toll kombinierbar zu Jeans, sieht aber auch zu engen Stoffhosen super aus.

 
Im Schnitt enthalten sind auch diverse Ärmelvarianten, unter anderem die ganz trendigen Trompetenärmel. Ich habe mich für die normalen Ärmeln entschieden und Sie mit den Patches versehen.
 
 
Im Kragenbereich stehen ein enger und ein weiter Halsausschnitt zur Auswahl. Genäht werden kann der Halsausschnitt mit einem Rollkragen oder wer lieber einen ganzjahrestauglichen Pullover möchte, säumt es mit einem Beleg.

 
Kurz noch zu den Seitenschlitzen, die ich auch zum ersten Mal an einem Oberteil genäht habe. Wie die Seitenschlitze genäht werden, hat Fina in ihrem ebook zum Jumper toll beschrieben. Dazu noch die Briefecken und ihr habt einen tollen Abschluss im unteren Bereich. Briefecken nähen geht übrigens auch ganz einfach. Schaut dazu mal hier bei Ina von pattydoo vorbei.


 
 

 
Und wenn das erste Teil fertig ist und so gut sitzt, fangen im Kopfkino natürlich die ersten Überlegungen an, was könnte ich noch alles aus diesem Schnitt nähen. Ich denke, dass dieser Schnitt auch super für Jerseystoffe geeignet ist und sicher noch mal das ein oder andere frühlingshaftere Shirt folgen wird. Dann hüpfe ich jetzt schnell in den Jumper und mache es mir gemütlich.
 
Liebe Grüße , Eure Kirsten
 
 
Schnitt: Jumper von finasideeen, wurde mir im Rahmen des Probenähens kostenlos zur Verfügung gestellt
Stoff: Strickstoff von swafing in beige meliert
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Mittwoch, 13. Juli 2016

Sommertop Justme ....

Ist gerade Sommer?
 
Weiß nicht so genau....
 
Hier im Norden eher nicht....
 
Immer mal graue Wolken am Himmel,
sollte der nicht azurblau sein, mit einer schönen gelben Sonne?
 
Ach ja, da kommt sie doch noch mal vorbei,
 
schnell raus in den Garten und mein neues Sommertop fotografieren: 
 
 
Uih, da ist schon die nächste Regenwolke im Anmarsch.....
 
schnell wieder rein...
 
Mann, so ein Mist, ich hätte gern noch ein paar Fotos mehr....
 
Also, Gut, dann drinnen weiter fotografieren...
 
Da habe ich wenigstens eine blaue Wand...
 
stelle ich mir halt vor, das wäre jetzt mein Sommerhimmel....
 
 
 
Achso, zum Schnitt möchte ich natürlich auch noch etwas sagen..
 
Immer diese Gequatsche über das Wetter...
 
auch irgendwie nervig , oder?
 
Können es ja eh nicht ändern.
 
Aber wir können uns den Sommer nähen und das habe ich gern getan, als mir Fina ihr Sommertop "JustMe" zum Probenähen anbot.
 
 
 
Was ist so besonders an dem Schnitt?
 
Das Top hat vorn vom Halsausschnitt nach unten verlaufend zwei Brustabnäher. Ehrlich gesagt kannte ich bis dato die Brustabnäher immer nur unterhalb des Ärmels seitwärts verlaufend. Das war ja jetzt mal was völlig Neues. Ich war gespannt und muss sagen, das hat mich überzeugt. Fina beschreibt es toll in ihrem dazugehörigen ebook, welches ihr hier in ihrem Shop kaufen könnt. Die Abnäher enden an der höchsten Stelle der Brust, können angepasst werden und geben dem Top eine tolle Form.
 

 
 

 
Ärmel und Halsausschnitt werden mit Belegen versäubert. Sehr grandios, da ich persönlich kein großer Fan vom Einfassen bin. So schaut es eleganter aus. Im ebook werden zwei unterschiedliche Methoden beschrieben, wie ihr Ausschnitt- und Ärmelbeleg in das Top nähen könnt.
 
Was ich natürlich wieder nicht gemacht habe, dass ich ein Formband beim Halsausschnitt eingebügelt habe. Dadurch besteht die Gefahr, dass der Ausschnitt leicht nach außen absteht, wie ihr bei dem Bild etwas weiter unten sehen könnt. Aber wenn ich mich gerade hin stelle, ist es okay.


 
Ansonsten sitz es im wahrsten Sinne des Wortes top. Ich habe es in meiner üblichen Konfektionsgröße genäht ohne Abänderungen. Arm und Rückenpartie gefallen mir ausgesprochen gut.
 
Ach ja, die Regenwolke hat sich verzogen....
 
Dann doch noch mal bitte ab in den Garten. ich möchte gern noch ein paar Draußen-Fotos.



 
So Ihr Lieben, näht Euch auch den Sommer,
das ist so, wie mit dem Teller aufessen,
wenn man ganz fest dran glaubt,
dann wird es auch.
 
 
Liebe Grüße,
Eure Kirsten
 
 
 
 
Schnitt: JustMe von Fina (@finasideen) , wurde mir im Rahmen eines Probenähens kostenfrei überlassen
Stoff: Hamburger Liebe

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