Mittwoch, 13. Juli 2016

Sommertop Justme ....

Ist gerade Sommer?
 
Weiß nicht so genau....
 
Hier im Norden eher nicht....
 
Immer mal graue Wolken am Himmel,
sollte der nicht azurblau sein, mit einer schönen gelben Sonne?
 
Ach ja, da kommt sie doch noch mal vorbei,
 
schnell raus in den Garten und mein neues Sommertop fotografieren: 
 
 
Uih, da ist schon die nächste Regenwolke im Anmarsch.....
 
schnell wieder rein...
 
Mann, so ein Mist, ich hätte gern noch ein paar Fotos mehr....
 
Also, Gut, dann drinnen weiter fotografieren...
 
Da habe ich wenigstens eine blaue Wand...
 
stelle ich mir halt vor, das wäre jetzt mein Sommerhimmel....
 
 
 
Achso, zum Schnitt möchte ich natürlich auch noch etwas sagen..
 
Immer diese Gequatsche über das Wetter...
 
auch irgendwie nervig , oder?
 
Können es ja eh nicht ändern.
 
Aber wir können uns den Sommer nähen und das habe ich gern getan, als mir Fina ihr Sommertop "JustMe" zum Probenähen anbot.
 
 
 
Was ist so besonders an dem Schnitt?
 
Das Top hat vorn vom Halsausschnitt nach unten verlaufend zwei Brustabnäher. Ehrlich gesagt kannte ich bis dato die Brustabnäher immer nur unterhalb des Ärmels seitwärts verlaufend. Das war ja jetzt mal was völlig Neues. Ich war gespannt und muss sagen, das hat mich überzeugt. Fina beschreibt es toll in ihrem dazugehörigen ebook, welches ihr hier in ihrem Shop kaufen könnt. Die Abnäher enden an der höchsten Stelle der Brust, können angepasst werden und geben dem Top eine tolle Form.
 

 
 

 
Ärmel und Halsausschnitt werden mit Belegen versäubert. Sehr grandios, da ich persönlich kein großer Fan vom Einfassen bin. So schaut es eleganter aus. Im ebook werden zwei unterschiedliche Methoden beschrieben, wie ihr Ausschnitt- und Ärmelbeleg in das Top nähen könnt.
 
Was ich natürlich wieder nicht gemacht habe, dass ich ein Formband beim Halsausschnitt eingebügelt habe. Dadurch besteht die Gefahr, dass der Ausschnitt leicht nach außen absteht, wie ihr bei dem Bild etwas weiter unten sehen könnt. Aber wenn ich mich gerade hin stelle, ist es okay.


 
Ansonsten sitz es im wahrsten Sinne des Wortes top. Ich habe es in meiner üblichen Konfektionsgröße genäht ohne Abänderungen. Arm und Rückenpartie gefallen mir ausgesprochen gut.
 
Ach ja, die Regenwolke hat sich verzogen....
 
Dann doch noch mal bitte ab in den Garten. ich möchte gern noch ein paar Draußen-Fotos.



 
So Ihr Lieben, näht Euch auch den Sommer,
das ist so, wie mit dem Teller aufessen,
wenn man ganz fest dran glaubt,
dann wird es auch.
 
 
Liebe Grüße,
Eure Kirsten
 
 
 
 
Schnitt: JustMe von Fina (@finasideen) , wurde mir im Rahmen eines Probenähens kostenfrei überlassen
Stoff: Hamburger Liebe

verlinkt bei RUMS






Dienstag, 5. Juli 2016

Einkaufsbüddel....

Plastiktüten sind weder schön, noch umweltfreundlich. Und wie  wunderbar ist es, wenn man sich mit seiner eigenen Nähmaschine so wunderschöne Tragetaschen selbst nähen kann. Da bringt das Einkaufen gleich doppelt so viel Spaß.
 
 
 
 
Gabriele von "Die kreativen Adern" hatte im letzten Jahr zu einer tollen Linkparty aufgerufen: Beutel statt Plastiktüten. Schaut mal bei Ihr vorbei, so viele tolle Einkaufshelfer. Da macht das Ausführen der Taschen ja schon Spaß. Braucht man gar nichts reinlegen.
 
 
Meist werden in den Läden , ohne Nachzudenken, selbst Kleinigkeiten, die man bequem in seinen eigenen Taschen verstauen kann, in Plastiktüten verpackt. Wie oft stand ich einer Verkäuferin gegenüber, die schon die Plastiktüte zückte, als ich noch das Portemonnaie suchte. " Ach, vielen Dank , ich brauche keine Tüte!" Und dann das entgeisterte Gesicht , das schon herausgezerrte  Plastik wieder zu verstauen.
 
 
Ja ja, werden viele vielleicht denken, nur weil ich meist mit einem Stoffbüddel unterwegs bin, wird sich an den Plastikmüllbergen in unseren Ozeanen auch nichts ändern. Ich weiß, aber jede Bewegung fängt einmal klein an. Und bevor ich mich hier in politisch ökologischen Ausschweifungen verlieren, schreibe ich lieber noch kurz etwas zu dieser supertollen, einfach zu nähenden Wendetasche nach einem Schnittmuster von Pattydoo, welches Ihr euch hier herunterladen könnt.
 
Die Tasche gibt es als große Variante zum Einkaufen und auch als kleine Tasche für Kinder. Man kann sie mit den Stoffgriffen nähen, so wie ich es gemacht habe, oder aber diese auch durch Gurtbänder ersetzen. Wenn ihr für die Griffe aus dem gleichen Stoff ein nicht genügend langes Stück Webstoff im Fadenlauf habt, könnt ihr es auch stückeln. So habe ich es gemacht, da ich von diesem wunderbaren Tante Ema Stoff (mit dem blauen Retro Muster ) nur einen halben Meter hatte. In der Breite ist es meist unkritisch mit dem Zuschnitt, so dass ich einfach das Schnittmuster auf Höhe der Griffe gekappt habe und diese dann separat zugeschnitten habe. Dann habe ich sie rechts auf rechts an die jeweilige Beutelhälften wieder angefügt. Dadurch habe ich in Griffhöhe zwar jetzt eine Naht, die man aber kaum sieht, oder? Ihr könnt ja mal auf Suche gehen in den obigen Bildern.
 
Viel spannender finde ich bei solchen Nähprojekten ja immer, dass irgendwann die gesamte Tasche durcheinen Griff gewendet wird. Wie jetzt? der ganze Stoff soll durch diese kleine Öffnung. Und wie schaut es denn dann aus? Habe ich auch tatsächlich alle richtig herum angenäht. Irgendwann ist das ganze Gekrempel nur noch ein riesiges Knäuel Stoff, an dem herumgezerrt wird und auf einmal: "Plopp...." Ist die Tasche da und fast fertig. Unglaublich....
 
Also ich gehe jetzt erst einmal einkaufen. Aber nur soviel, wie in den Stoffbüddel passt. Oder soll ich gleich noch einen Zweiten nähen. Suchtpotential hat er ja....
 
Eure Kirsten
 
 
Schnitt: Wendetasche -Milly von pattydoo
Stoffe: Reste aus dem großen Stoffvorrat , die eine Hälfte gehört übrigens zu unseren Sofakissen
 
verlinkt bei Creadienstag, HoT und Dienstagsdinge

Montag, 27. Juni 2016

Ankerliebe....

Ich gehöre, wie viele andere begeisterte Selbermacher ebenfalls zu der großen Fangemeinde von dem Schnitt "Frau Aiko" von Fritzi und Schnittreif. Der Schnitt wurde entwickelt für das Vernähen von Baumwollstoffen, ist allerdings auch hervorragend geeignet für dehnbare Stoffe wie Jersey und Strick.
 

Ich habe hier den wunderbaren Jaquard-Jersey Anker jeansblau auf grau aus der Kollektion See Breeze von Hamburger Liebe vernäht. Und obwohl ich diesen Schnitt schon so oft vernäht habe, ist diese Frau Aiko für mich ein ganz besonderes Stück. Weil sie das erste Nähwerk ist, welches ich mit meiner neuen Overlock-Nähmaschine genäht habe.

 
Eine Overlock-Maschine gehört eigentlich zum täglichen Handwerkszeug vieler Näher, die oft Bekleidung und vor allem dehnbare Stoffe verarbeiten. Also, genau das, was ich jetzt seit einigen Jahren gern mache. Bisher besaß ich aber eine solche Nähmaschine nicht, da ich der Meinung war, alles auch wunderbar mit dem Überwendlingsstich meiner Nähmaschine hinzubekommen.
 
 
Allerdings je länger ich nähe, und je mehr die Ansprüche steigen, reicht es irgendwann nicht mehr und tief in meinem Inneren wuchs langsam dieser Wunsch nach so einer wunderbaren Maschine, die saubere Innennähte akkurat nähen kann. Und ehrlich gesagt, der letzte Tropfen, der diesen heimlichen Wunsch ganz weit nach oben an die Oberfläche gespült hat, ist das Versäubern von Nähkanten bei der Verarbeitung von Webware, also nicht dehnbaren Stoffe, wie z.B. Baumwolle. Da war ich auf meiner Nähmaschine schön im Zickzack Kurs unterwegs und das sah oft nach der zweiten oder dritten Wäsche auch nicht mehr so richtig schön aus. Und was so klammheimlich und leise in einem wächst, bricht dann endlich an die Oberfläche und es musste unbedingt eine Overlock her. Jetzt ist sie da, ich habe gleich am ersten Abend in Null Komma Nix diesen Pullover fertig genäht und bin heute der festen Überzeugung: Ohne Overlock geht es gar nicht mehr.
 
Wie war das denn eigentlich bei Euch? Wer näht mit einer Overlock? Und wie seit ihr zu der Entscheidung gekommen, dass ihr gern so eine Nähmaschine hättet. Ich freue mich über jeden Kommentar unter diesem Beitrag,
 
viele liebe Grüße, Eure Kirsten
 
 
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Schnitt: Frau Aiko von Fritzi und Schnittreif
Stoff: Anker Jersey aus der Kollektion See Breeze von Hamburger Liebe
verlinkt bei HoT, Dienstagsdinge und creadienstag
 

Mittwoch, 22. Juni 2016

Einfach Cardigan....

Heute einfach mal so, ohne viel Worte, nichts Spektakuläres, kein aufregender Schnitt, ein einfacher Piqué-Stoff, dessen Überreste ich zu Putzlappen verarbeitet habe und mein ersten Versuche, aussagekräftige Bilder mit meinem neu erworbenen Stativ ohne Fernauslöser (!) und ohne fremde Hilfe zu produzieren. Ich denke, durchaus ausbaufähig, aber schaut selbst:
 
 
 




 
 
 
Liebe Grüße,
Eure Kirsten
 
 
 
 
Stoff: Pique, Grob, grau Melange von Stoff und Stil
Schnitt:  No. 25013-03 Cardigan,  ebenfalls von Stoff und Stil
verlinkt bei RUMS 

 
 
 

 

Mittwoch, 15. Juni 2016

Hertha's Kleid......

 
Es ist Sommer, hurra...
und was braucht Frau dann ganz dringend?
Genau, so ein bequemes Überwerfdings, 
so ein luftiges Kleidchen,
nur mal schnell über den Kopf zu ziehen.  
So ein legeres Teilchen,
wo man nicht ständig den Bauch einziehen muss....
Ihr wisst schon , was ich meine.....

 
Und genau jetzt, hat Bine (aka echtknorke) ihren Pulloverschnitt Tante Hertha in ein Kleid umgewandelt. Es ist super schnell genäht, und hat genau wie die Tante Hertha nach vorn zulaufende Seitennähte. Es gibt die Auswahl zwischen Rundhals- und V-Ausschnitt und es kann mit unterschiedlichen Ärmellängen genäht werden. 
 

Um die Körpermitte herum ist das Kleid schön großzügig. Das hat definitiv den Vorteil, dass sich eventuelle weiblichere Formen gut darunter verstecken lassen.  
Allerdings und das waren auch meine Bedenken , als ich mir den Schnitt das erste mal ansah, darf es gerade bei den etwas rundlicheren Formen nicht zu voluminös aussehen. Aber ich wurde schon nach dem Nähen des ersten Probe Herthas Kleid eines Besseren belehrt. 
 


Mein erstes Probekleid habe ich aus einem günstigen Sweatstoff genäht in meiner üblichen Kaufgröße 42. Und dann begann ich das große Ändern. Nahm in der Taille etwas weg, dann unter dem Arm und änderte und schnippelte. Das änderte sich erst als ich zu Gesche fuhr. Wir hatten uns verabredet und wollten an einem gemütlichen Samstag Nachmittag unsere Hertha Kleider zusammennähen. Sie nähte es ruck zuck mal eben in Größe 40 und während ich immer noch am hadern und ändern war, sagte sie: Probier doch einfach mal die 40 an!
"Ha, ha, ich habe noch nie ein Kleidungsstück in Größe 40 getragen." Und was war? Es passte perfekt und ich fühlte mich rundherum wohl. Daraufhin mein dickes Dankeschön an Bine, dass sie mir mit diesem Schnitt das absolute Diät-Selbsbewußtsein-Aufmöbel Kleid verpasst hatte.
 

Das weiter absolute persönliche Highlight für mich war, dass dann das darauffolgende Kleid aus dem tollen maritimen Streifen Jersey komplett mit Covernähten verziert wurde, ohne das irgendwelche Komplikationen gab. Und alle , die mich ein bisschen besser kennen , wissen, dass ich mit meiner neu erworbenen Covermaschine viele Monate so sehr auf Kriegsfuß stand, dass ich ihr irgendwann die Freundschaft aufgekündigt habe und sie in einen "Klinikaufenthalt" verbannt habe. Seitdem sie wieder zuhause ist, ist sie so handzahm und schnürt wie ein Kätzchen ohne irgendwelche Fehlstiche. Was auch immer die dort mit ihr angestellt haben.
 
Ach so und ein kleines snappap Detail darf auf so einem maritiangehauchten Kleid ja nicht fehlen.



So entstand ein super bequemes witziges Kleid, dass im Sommer einfach nur praktisch ist. Einfach eben mal schnell übergeworfen und trotzdem gut angezogen.
 

 

So und da sind wir zwei Hübschen, Gesche und ich, in unseren maritim norddeutschen Kleidern.
 

Mit einem irren Spaß am gemeinsamen Nähen und herum probieren, am gemeinsamen Fotoshooting an diesem herrlichen Wochenende und da konnten wir es uns natürlich auch nicht verkneifen, beim Fotografieren ein paar Albereien zu machen. Ach, bevor ich es vergesse, für Yoga Übungen ist das Kleid nicht so optimal, Radfahren ist damit aber überhaupt kein Problem. Alles selbst ausprobiert.
 

Und genau das ist es, was uns weiterbringt . Wir durften Bine unterstützen bei der Entwicklung ihres Schnittes, wir haben zusammen genäht und eine Menge Spaß gehabt. Ich habe mal wieder einiges dazu gelernt und das Fotoshooting war das absolute Highlight.  
 
Unbedingt zum Nachnähen empfohlen,
 
Liebe Grüße
Eure Kirsten
  


Schnitt: Hertha's Kleid von echtknorke wurde mir im Rahmen eines Probenähens kostenlos überlassen
Stoff: Jaquard Sweat Streifen navy/White von Stoff und Stil
verlinkt bei RUMS
 

 
 

Dienstag, 24. Mai 2016

Eine Schwalbe macht noch längs keinen Sommer...

Passend zum heutigen Motto des Me Made Mittwoch zeige ich Euch ein Shirt aus dem Schwalbenjersey von swafing.
 
Das Shirt ist unspektakulär, aber der Stoff ist einmalig. Ein wunderbar fester Jersey, der sich super vernähen lässt mit einem tollen Motiv. Es gibt ihn noch in so ganz vielen wundervollen Farben. Und ich hoffe, oder denke, dass wir heute vielleicht noch das ein oder andere selbst genähte Stück auf diesem Link finden werden.
 
 
Den Schnitt habe ich mir selbst zusammengebastelt, hinten länger als vorn, körperumspielend , aber mit schmalen Armen - so meine Vorstellung. So ganz bin ich persönlich mit dem Schnitt noch nicht zufrieden, aber wäre ja auch gelacht, wenn man gleich beim ersten Nähen einen Volltreffer landen würde.  
 

Da ich ja sonst am liebsten unifarbene Stoffe oder Streifen vernähe, kommen einem so gewisse Angewohnheiten einfach in die Quere. Bei mir war es das Zuschneiden des Stoffes. Ich lege mir den Stoff zum Zuschneiden immer gleich und fange meist mit Vorder- und Rückenteil an. Was mir zum Verhängnis wurde, ist dass ich den Stoff immer von der linken Seite zuschneide und mir gar nicht auffiel, dass die Schwalben alle Kopf standen.

 
So kam es dazu, dass die Vögel auf meinem Rückenteil jetzt alle auf dem Kopf fliegen. Okay, wäre keinem aufgefallen .... super, warum erzähle ich es auch bloß. Beim Vorderteil habe ich meinen Fehler schon bemerkt und den Stoff gedreht.
 
 
Ein kleines Snappap Detail durfte natürlich auch nicht fehlen. So habe ich einfach ein Stück dieses veganen Leders mit einer Niete genau dort am Saum angesetzt, wo die Covernaht aufeinanderstößt.
 
 
Die Fotos sind übrigens an einem Sonntag an meiner alten Schule entstanden. Und ja auch beim Fotografieren sollte man Obacht haben. Denn schnell kann Frau auch mal das Gleichgewicht verlieren und beinah wäre ich von der Mauer gefallen. Was macht der Mann in so einem Augenblick? Er drückt auf den Auslöser. Aber ich bin mir sicher, er hätte mich auch wieder vom Boden aufgesammelt.
 
 
 
Viele liebe Grüße, Eure Kirsten
 
 
 
 
Stoff: swafing
Schnitt: selbst zusammengebastelt
verlinkt bei MMM, AWS
 
 
 

Mittwoch, 4. Mai 2016

Nähen verbindet.....

* Wenn man eine Sache mit großer Motivation tut, steckt dahinter eine Menge Leidenschaft.
* Wenn man diese Leidenschaft und Freude an der Sache teilen kann, wird sie noch viel größer.
* Wenn man nicht allein näht, sondern mit mehreren zusammen, wird es unbeschreiblich.
 
 
So geschehen, in kleinem Rahmen, am letzten Wochenende, als Dominique, Fina und ich uns zusammen getan haben, um alle gemeinsam an dem Abend eine Lady Grace zu nähen.
 

Dominique und ich wohnen keine 50 km auseinander. Deshalb habe ich mich ins Auto gesetzt und bin zu ihr hingefahren. Fina wohnt leider einige hundert Kilometer von uns entfernt, aber im digitalen Zeitalter war auch sie , zumindest virtuell, bei uns. Wir haben auf Instagram zu einem #latersewalong aufgerufen. Danie, Miriam und Anja hatte ja schon am vorherigen Wochenende im Rahmen des Nähwochenende bei Mira gemeinsam diesen Blazer genäht und ebenfalls alle, die auch dazu Lust haben, virtuell zum Mitnähen eingeladen. Wer Lust hat , schaut einfach mal bei Instagram unter #myladygrace , #instasewalong oder #latersewalong nach. Dort findet ihr viele tolle Bilder dieser Aktionen.


Aber zurück zu uns beiden Nordlichtern: Dominique und ich starteten den Nähabend gemütlich mit Kuchen und einem Gläschen Hugo. Als der Blutzuckerspiegel auf einem gewissen Niveau war (vom Alkoholgehalt im Blut wollen wir jetzt lieber nicht reden), fingen wir an die zugeschnittenen Teile zusammenzunähen. Die Maschinen ratterten (und das waren ja nur zwei!), das Bügeleisen dampfte , ab und an eine Rückfrage und dann weiter.


Für mich ist dieser Blazer das wohl bisher komplexeste Nähprojekt. Mit insgesamt 15 zugeschnittenen Teilen bekam ich schon beim Zuschneiden ein wenig Respekt vor diesem Vorhaben. Das ist schon etwas anderes, als wenn man nur mal eben Vorder-Rückenteil zusammen näht, ein paar Ärmel einsetzt und säumt.  Aber alles kein Problem, wenn man mit Ruhe und Überlegung an die Sache geht (und vor allem wenn auf der anderen Seite des Nähtisches jemand sitzt, der die Lady Grace dann doch schon zum vierten Mal nähte)

 
Ehrlich gesagt, hatte ich zu Beginn noch keine klare Vorstellung im Kopf, wie meine Lady Grace am Ende aussehen sollte. Da ich den wunderbaren Bio Denimjersey vom Stoffbüro vernäht habe, der wie eine Doubleface wunderbar von beiden Seiten verwendet werden kann, war mir relativ schnell klar, dass ich Oberkragen und Revers mit der linken Seite des Stoffes absetzen möchte. Dass ich das dann auch noch bei den Taschen und den Ärmelsäumen umgesetzt habe, hat sich erst während des Nähens herauskristallisiert. Die Zierstiche, mit denen ich die Nähte am Vorder- und Rückenteil abgesteppt habe, hatte ich tatsächlich schon nachmittags auf einem Reststückchen Stoff vom Zuschneiden ausprobiert.


Trotz meiner Körpergröße von 180 cm habe ich den Schnitt nicht verlängert. Ich hatte mir meine Kaufgröße vom Schnittmusterbogen übertragen und die Vorder- und Rückenteile auf einen gut sitzenden Blazer aus meinem Kleiderschrank gehalten. Das passte wunderbar und so habe ich keine Änderungen vornehmen müssen.
 
  
 

Tja, und was fällt auf den Bildern auf ? Genau, die Knöpfe fehlen noch. Ist so ein Thema für sich. Ich will ja nicht behaupten, dass ich mich ein wenig davor drücke, Knopflöcher in den Stoff zu nähen, aber ich hatte noch keine passenden Knöpfe zur Hand.
 
Also, eigentlich habe ich zuhause gar keine Knöpfe. Bisher bin ich bei meinen Nähprojekten immer um die Knopflöcher herum gekommen. Okay, ihr merkt schon, oder? Ja, ich drücke mich ein wenig davor.
 
Ich höre euch jetzt gerade alle aufschreien, oh nein, ist doch so einfach, macht die Maschine doch fast von allein. Ja, na klar, im Probestoff habe ich die Knopflöcher auch schon, aber irgendwie habe ich einen Heidenrespekt, diesen wunderbaren Blazer, auf den ich so mega stolz bin, mit Löchern zu versehen.
 
Aber was soll's? Ich war ganz tapfer und habe welche gefunden. Leider auch noch welche, die wirklich genial dazu passen. Ich muss sie jetzt einfach annähen. Aber, moment mal, geht ja auch ohne Knopflöcher, oder? Mache den Blazer ja eh nie zu......
 

Liebe Grüße, Eure Kirsten

Schnitt: Lady Grace von mialuna
Stoff: Bio Denimjersey aus dem Stoffbüro
verlinkt bei RUMS und ich nähe Bio