Mittwoch, 4. November 2015

Pusteblumen mitten im Herbst ?

... keine große Überraschung heute. Denn auch ich bin ein großer Fan von Frau Aiko von Fritzi und Schnittreif. Und wenn mir ein Schnitt erst einmal gefällt und er so schnell und unkompliziert ist, gibt es dazu auch nicht viel zu schreiben.

 
Genäht habe ich den Schnitt in Größe M nach "Prülla"-Art. Was heißt, dass ich im Bruch ca. 4-5 Zentimeter herausgenommen habe. Dann liegt der Halsausschnitt schöner und sie ist nicht ganz so weit.



Was an diesem Shirt jedoch absolut neu ist... für mich ... für meinen Kleiderschrank... und mir schon seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf geht, sind die Covernähte. Oh, das sieht so schön aus und ich will mehr davon. Das Problem liegt nur daran, dass ich (noch) keine Covermaschine mein Eigen nennen kann. Die Betonung liegt auf "noch". Ihr merkt es schon, oder?
 

Die viel beschriebene "Coveritis" scheint auch langsam von mir Besitz zu ergreifen und ich fürchte, wenn ich erst einmal selber eine Maschine habe, wird es kaum ein Kleidungsstück ohne diese schicken Nähte geben.

 
An einer Covermaschine durfte ich das erste Mal bei Dominique alias kreamino sitzen. Ohne Scheu hat sie mir ihre Maschine überlassen und unter gutem Zureden habe ich mich dann getraut. Inklusive einer Anleitung , wie die Fäden korrekt vernäht werden, kann ich nur sagen: "Danke, liebe Dominique, dass du mich einfach so an dein Schätzchen gesetzt hast und mir dadurch bis heute noch schlaflose Nächte bereitest! "
 


Ich glaube, ich muss demnächst einmal in das Nähmaschinengeschäft meines Vertrauens. Grins....

Liebe Grüße, Eure Kirsten

und ab zu RUMS.....

Samstag, 31. Oktober 2015

Selbst gelesen....

Im Urlaub hatte ich Zeit zu lesen und mitgenommen hatte ich mir das vielumworbene Buch von Dörte Hansen "Altes Land".
 
Das "Alte Land" kenne ich gar nicht. Dabei wohne ich nur auf der anderen nördlichen Elbseite, also gar nicht weit weg. Mit der Fähre ist es eigentlich ganz nah und doch bin ich noch nie in Stade gewesen. Eigentlich müsste ich das jetzt mal ändern.  
 
 
 
Im Grunde hätte das Buch aber auch in der Wilstermarsch oder einer anderen ländlichen Gegend spielen können. Im Mittelpunkt steht für mich ganz klar der Begriff "Heimat".
 
Wie wichtig der Begriff "Heimat" ist, wurde mir eigentlich erst während des Lesens deutlich. Und ist aktueller denn je zu vor. Ich lebe mit meiner Familie immer noch in der Stadt, in der ich geboren wurde, in der ich zur Schule gegangen bin, in der alle meine Freunde, mein ganzer Halt ist - in meiner Heimat. Wie man sich fühlt, wenn man unter widrigen Umständen aus einem so sicher geglaubten Lebensraum vertrieben wird, können sich die meisten von uns gar nicht vorstellen. Auch ich nicht. Das Buch gibt tiefe Einblicke in Seelen, die ihre Heimat verloren haben, die vertrieben wurden, die aus ihren Wurzeln gerissen wurden.  Und, die es in ihrem ganzen Leben nicht geschafft haben eine Heimat, einen Halt in ihrem Leben wiederzufinden. Die irgendwo festwachsen, nicht loslassen können und trotzdem nicht ihr Glück finden.
 
"Die meisten [..] blieben heimwehkranke Wanderer ihr Leben lang."
 
Wie ein Episodenfilm schlängeln sich die unterschiedlichsten Charaktere durch das Buch, erzählt wird von der Flucht aus Ostpreußen bis hin zu hippem Großstadtleben in Hamburg Ottensen.
 
"Die Mütter von Hamburg-Ottensen hatten es fast immer eilig. Sie schoben ihre Kinderwagen wie Kofferkullis, als wären sie Reisende auf einem Flughafen, die dringend ihre Gates erreichen mussten, um nicht die Anschlussflüge zu verpassen."
 
Erzählt werden Geschichten von jungen Leuten, von alten Leuten, von Leuten, die auf dem Land leben, von Leuten , die in der Großstadt leben, von Leuten, die allein leben, von Leuten die in Großfamilien leben, von Müttern und von Töchtern,  und alle tragen ihre eigenen mehr oder weniger großen Päckchen mit durchs Leben.
 
So facettenreich und tiefschürfend wie von Dörte Hansen erzählt, habe ich lange kein Buch mehr gelesen. Und ich kann es nur jedem ans Herzen legen, denn es berührt.

Freitag, 30. Oktober 2015

Beutel statt Plastiktüten....

Plastiktüten gehen gar nicht...
Sie sind hässlich..
fühlen sich nicht gut an...
sind weder umweltfreundlich noch nachhaltig...
und auch überhaupt nicht hübsch.
 
Es gibt so viele tolle, bunte Stoffbeutel,
zeigt sie alle!!!!!
 
Mein Beitrag zur Aktion von "Die kreativen Adern":
 
 
 
 
Eine Origami Bag, 30 Minuten Tasche für Anfänger, von Christiane Colsman
Gesehen und Genäht nach einem Tutorial auf dem Bernina Blog.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Schanzentour....

Ein ganz normaler Tag in den Ferien? Nein, nicht ganz... Zwei Mädels, frei von Familie, Arbeit und sonstigen Verpflichtungen machen sich, aus dem Norden kommend, einfach so auf den Weg nach Hamburg. Was die Beiden vereint, ist die Leidenschaft für schöne Dinge, das Nähen und der Hang zum Fotografieren und Teilen. Also ideal, um aus dem Erlebten einen Blog zu machen.
 
Nebenbei darf ich Euch dabei mein neu genähtes Sweatshirt vorstellen, aus dem so begehrten Schwalbensweat von Stoff und Stil, nach dem Schnitt Frau Toni von Fritzi & Schnittreif.
 
 
Die norddeutschen "Nähtanten" wissen Bescheid. Wenn man aus Norden kommend die A23 gen Hamburg fährt, kommt man an Halstenbek vorbei und dort befindet sich eine Filiale von Stoff und Stil. Da konnten wir definitiv nicht dran vorbeifahren.
 
 
Eine große Einkaufsliste dabei, um die Sucht zu befriedigen, habe ich doch mal ausprobiert, ob man mit Reißverschlüssen auch Telefonieren kann.
 
Danach ging es weiter nach Hamburg ins Schanzenviertel bei herrlichem Herbstwetter. Von einem schönen Geschäft ins Nächste sind wir gestolpert. Überall liefen uns die Augen über vor lauter tollen Dingen, die es zu bestaunen gab. Ein kurzer Mittagssnack und weiter ging es. Die Taschen gut gefüllt und mit ganz vielen Bildern im Kopf ging es dann wieder zurück.

 
 
 
 
Ach ja, das Sweatshirt ... schnell und unkompliziert. Statt der Kapuze habe ich einfach einen Kragen mit Kordel angenäht. Die Ösen habe ich mit Snappap verstärkt. Das erste Mal, dass ich dieses Material benutzt habe, dank einer lieben Snappap Spende von Dominique.
 
 

 
 
Ich war ganz begeistert und selbst eine kleine Applikation aus Snappap peppt das Shirt noch auf.
 
 
 
 
Der Stoff lag schon seit Ende des Sommers bei mir und wurde nun erst unter die Nähmaschine genommen. In der Filiale in Halstenbek ist er leider gerade ausverkauft, soll im November 2015 aber wieder reinkommen. Und ab Januar 2016 soll es ihn auch mit rosa Schwalben geben.
 
Da bin ich gespannt....
 
Viele liebe Grüße,
Eure Kirsten
 
 
Stoff: Schwalbensweat von Stoff und Stil
Schnitt: Frau Toni von Fritzi und Schnittreif

 
und verlinkt bei RUMS
 
 
 

Montag, 12. Oktober 2015

Taschen gehen immer....

... und können, wenn es nach mir geht, auch nie groß genug sein. Ich bin bekennender "am Liebsten schleppe ich einen ganzen Sack mit"-Typ.
 
 
 
Deshalb kam auch ich nicht umhin eine der viel geliebten "Charly Bags" zu nähen. Hier in der Variante von Caro (Draußen nur Kännchen) mit Gurtband als Trageriemen.
 

 
Innen habe ich noch eine kleine Reißverschlusstasche eingesetzt, um doch noch eine klitzekleine Chance zu haben, Kleinkram in diesem Riesenbeutel wiederzufinden.
 
 
Der Außenstoff ist am Boden ein grauer Taschenstoff aus dem örtlichen Stoffladen und darüber ein Wachstuch mit geografischen Mustern von Stoff und Stil.
 
 
Für den Innenbeutel habe ich einen einfachen grauen Baumwollstoff genommen.
 
So, jetzt kann der Großeinkauf gestartet werden. macht mit so einer Tasche ja auch gleich doppelt so viel Spaß.
 
Liebe Grüße , Eure Kirsten
 
Verlinkt bei Hot, CreaDienstag und Dienstagsdinge

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Es wird Hirschig......

oder doch eher herbstlich? Grins*

Auf jeden Fall, und da stimmt ihr bestimmt alle zu, freuen wir uns jetzt zu Beginn des Herbstes auf kuschelige und bequeme Sachen. Und ein Sweater wird erst so richtig schön kuschelig mit einer heimeligen Kapuze und schönem, von innen aufgerautem, Stoff.

 
Ach, und dann muss ich noch mal erwähnen, dass ich mich schon seit ein paar Jahren sehr für Hirsche begeistern kann. In der freien Wildbahn ist mir zwar noch keiner begegnet, im Wildpark schon. Dagegen ziehen mich Hirsche aus Holz, Metall oder auf Stoffen magisch an. Und so habe ich als Innenfutter der Kapuze einen blaugrauen Jersey mit Hirschmotiven genommen (sieht man jetzt auf den Fotos nicht so wirklich, oder?)
 
 
Um so einen Hirschpullover richtig zur Geltung zu bringen, bin ich mit dem Sohn in den Wald gegangen und ich finde, er hat seinen Job wieder super gemacht. Manchmal denke ich, er hat auch Spaß am Fotografieren, auch wenn die abgegebenen Kommentare zwischendurch nicht unbedingt hier zu veröffentlichen sind. Liegt vielleicht daran, dass ich ständig die Anweisungen gebe. Grins*
 

 
Und was soll ich Euch sagen, mitten im Wald gibt es bei uns eine richtige Wanderdüne. Wenn die ganzen grünen Bäume im Hintergrund nicht wären, könnte man direkt meinen, wir wären am Strand gewesen. Na ja, die Temperaturen erinnerten auch noch eher an Sommer als an Herbst.
 
Und zu guter Letzt muss ich noch kurz etwas zu dem Schnitt sagen. Ich habe das erste Mal eine Frau Toni von fritzischnittreif genäht und bin total begeistert von dem Schnitt. Lässig aber nicht zu weit, hinten länger als vorn und ganz schnell zusammengenäht (auch ohne Overlock). Dringend zum Nachnähen empfohlen.
 
Viel Spaß dabei,
 
Eure Kirsten
 
Schnitt: Frau Toni, fritzischnittreif
Stoff: grauer Sweat und Jersey mit Hirschmotiven, beides Stoff und Stil
verlinkt bei: RUMS
 
 

Sonntag, 27. September 2015

7 Sachen Sonntag am 27. September 2015

Sonntage sind toll.....
sie sind am Tollsten von allen Wochentagen, weil man morgens einfach so sorglos im Bett bleiben kann. Der Sohn und ich lieben es, wenn der Mann des Hauses schon auf Brötchenjagd geht, und wir einfach -ohne auf die Uhr zu schauen- im Bett lesen oder wie heute morgen auch gern mal Spiele spielen können.
 
 
Das Wetter war heute einfach herrlich. Ein sonniger Herbsttag, der geradezu zum Ernten und Sammeln einlud. Bei uns war heute zuerst der Haselnussstrauch dran
 
 
und danach der Apfel am Baum. Ja, ihr habt richtig gelesen: der Apfel, Singular. Unser Apfelbaum hat es leider nicht so mit dem Früchte produzieren und dieser war jetzt der Letzte von, ich glaube, Fünfen, die es bis heute überlebt haben.
 
 
Danach ging es in den Wald. Der Sohn gibt gern die Route vor und die geht natürlich nicht auf den vorgegebenen Wegen längs, sondern gern auch mal durchs Unterholz und auf Schleichwegen. Und was finden wir da? Einen Geocache....
 
 
Finden ohne zu suchen, würde ich sagen. Erst wussten wir gar nicht, was wir da vor unserer Nase haben. Aber der Cache war so liebevoll und toll gestaltet, dass wir zwei jetzt auch infiziert sind. Ich fürchte, ich muss mich in das Thema einlesen und dann geht die Schatzsuche los...
 
Danach mussten wir uns natürlich erst einmal Stärken. Die Reste vom Feste.....
Gestern Abend gab es Zwiebelkuchen und Federweißer....
 
 
Fotografiert habe ich natürlich nur die letzten beiden Stücke Zwiebelkuchen. Den Rest Federweißer, den ich mir heute Mittag dazu auch noch gegönnt habe, wird hier nicht erwähnt. Dann eine schöne Mittagsstunde. Um wieder in die Gänge zu kommen, braucht Frau einen Kaffee, der Sohn einen Kakao, der zu drei Löffeln aus Schokopulver und zu drei Löffeln aus Milch besteht. Na gut, am Sonntag ist das mal erlaubt....
 
 
 
Und zu guter Letzt habe ich mich einfach an den Nähtisch gesetzt und bin meiner liebsten Beschäftigung nachgegangen: NÄHEN..... 
 
 
Ich wünsche Euch allen noch einen schönen Rest-Sonntag, Dir, liebe Anita, eine gute Heimreise aus dem Norden Deutschlands vom lillestoff Festival
 
und jetzt lese ich Eure 7 Sachen Sonntage,
 
Liebe Grüße, Kirsten